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Volksmund tut Weis- und Wahrheit kund


Volksmund tut Weis- und Wahrheit kund

Zeitkritik in klassischen und modernen Aphorismen, Reimen und Gedichten - 25 Jahre Volksmund - 2. erheblich erweiterte Jubiläumsausgabe
2. Aufl.

von: Prof. Querulix

29,95 €

Verlag: Der Everlag
Format: PDF
Veröffentl.: 15.11.2013
ISBN/EAN: 9783943788211
Sprache: deutsch
Anzahl Seiten: 1085

Dieses eBook erhalten Sie ohne Kopierschutz.

Beschreibungen

Zum 25. Jubiläum von Prof. Querulix erschienener 2. erheblich erweiterter Großband mit zeitlosen und zeitkritischen Aphorismen, Reimen und Gedichten. Ein ausführlicher Index ermöglicht das schnelle Auffinden gesuchter Zitate. Abbildungen in Form von Bildern und Computergrafiken können als Poster oder Leinwanddrucke erworben werden.
Volksmund tut Weis- und Wahrheit kund (ISBN 9783943788211) Prof. Querulix

Dieser Sammelband mit einigen tausend Aphorismen, Reimen, Gedichten, Karikaturen und Bildern erscheint zum 25. Geburtstag von Prof. Querulix. Er enthält den größten Teil seiner bislang in Büchern, eBooks und auf der Web-Site www. volksmund.ruedenauer.de veröffentlichten Texte, Reime und Gedichte und ist - um Haikus und eine Bildergalerie erwgänzt - auch als CD-Ausgabe erhältlich.

Inhalt
Einige Worte vorweg 7
Volksmund Prof. Querulix 19
Aphorismen alphabetisch 19
Gedichte 527
Klassischer Volksmund 609
Gesammelte Sprüche und Redensarten 609 Gesammelte historische Zitate 727
Portrait Prof. Querulix 1003
Index 1005
Autorenportrait
Prof. Querulix

Prof. Querulix (Pseudonym), Hobby-Philosoph, Aphoristiker, Gebrauchslyriker, Satiriker und Globetrotter schreibt seit mehr als drei Jahrzehnten.

Sein Schwerpunktthema ist die offensichtliche Unfähigkeit des Menschen, seine archaischen Triebe zu überwinden. Für ihn steht fest, daß die Menschheit auf ihrem Planeten langfristig nur überleben wird, wenn das Menschentier endlich seine Raubtierinstinkte überwindet und zum Menschen mutiert. Sein Optimismus, daß der Mensch diesen Wandlungsprozeß in absehbarer Zeit absolviert, hält sich allerdings in engsten Grenzen.

Aufgeben ist aber nicht seine Sache. In seinen Veröffentlichungen nimmt er vor allem die menschlichen Alpha-Tiere und ihre willfährigen Helfer aufs Korn. Seine sachlich-kritischen „Vorhaltungen“ kommen im sprachlichen Gewand von Aphorismen, Wortspielen, Reimen und kurzen Gedichten daher. Humor-voll, spöttisch, bissig, geißelt er ihr Verhalten und charakterisiert er die von ihnen geschaffenen Verhältnisse.

Sein Ziel ist es, seine Leserinnen und Leser in unterhaltsamer Form zum Nachdenken anzuregen.

Auswahl einiger Buchveröffentlichungen

- Ein Jahr2000Problem – und sonst nichts? Hamburg 1999
- Ach, du schönes faules Ei! Hamburg 2002
- Besser quer gedacht als quergeschossen, Hamburg 2010

eBook Neuerscheinungen

- Der Menschen größte Bürde ist der Mensch, Hamburg 2012
- Ach, du schönes faules Ei! Hamburg 2002
- Besser quer gedacht als quergeschossen, Hamburg 2012
- Am Abgrund hat man den besten Überblick, Hamburg 2012
- Lyrisches vom Menschentier, Hamburg 2012
- Volksmund tut Weis- und Wahrheit kund (1. Ausgabe 2012/13)
Volksmund tut Weis- und Wahrheit kund (ISBN 9783943788211)
Prof. Querulix

Dieser Sammelband mit einigen tausend Aphorismen, Reimen, Gedichten, Karikaturen und Bildern erscheint zum 25. Geburtstag von Prof. Querulix. Er enthält den größten Teil seiner bislang in Büchern, eBooks und auf der Web-Site www. volksmund.ruedenauer.de veröffentlichten Texte, Reime und Gedichte. Um Haikus und eine Bildergalerie ergänzt ist diese neue Ausgabe des Jubiläums-buches auch als CD erhältlich.

Ein Dutzend Beispiele

Absurd: Das Verhalten der Menschheit mit dem Verstand betrachtet.

Demokratie heißt Volksherrschaft und bedeutet in der Praxis, daß sich das Volk freiwillig beherrschen läßt.

Erstaunlicherweise verliert man seine Geduld immer dann, wenn man keine hat.

Faulheit = Diskriminierende Bezeichnung für das natürliche ökonomische Prinzip der Energieeinsparung.

Wenn Geld in einer Gesellschaft alles ist, dann wird für Geld auch alles getan.

Hartz-IV-Gesetz = Kurzsichtige obrigkeitliche Maßnahme zur Erzeugung und Bereitstellung billiger Arbeitskräfte, die dadurch langfristig sowohl als Konsumenten wie auch als loyale Staatsbürger ausfallen.

Die beste Kapitalanlage
sind Gesundheit und Schaffenskraft
bis in des Alters Tage.

Kinder sind unsere Zukunft – aber nur, wenn wir ihnen eine Zukunft geben.

Die, die zu Macht und Herrschaft gekommen sind, waren zu allen Zeiten eine Sonderklasse, die sich um die Belange der übrigen Menschheit nicht mehr gekümmert als diese es erzwungen hat.

Parlamentarier sind Lobbyisten erster Klasse.

Sinn ist die Thermik, die den Gleitschirm unseres Lebens über die Höhen und Tiefen des Daseins trägt

Unsere Zukunft ist das, was wir aus unseren Möglichkeiten in der Gegenwart machen.
Volksmund tut Weis- und Wahrheit kund (ISBN 9783943788211)
Prof. Querulix

Dieser Sammelband mit einigen tausend Aphorismen, Reimen, Gedichten, Karikaturen und Bildern erscheint zum 25. Geburtstag von Prof. Querulix. Er enthält den größten Teil seiner bislang in Büchern, eBooks und auf der Web-Site www. volksmund.ruedenauer.de veröffentlichten Texte, Reime und Gedichte. Um Haikus und eine Bildergalerie ergänzt ist diese neue Ausgabe des Jubiläums-buches auch als CD erhältlich.
Einige Worte vorweg

Sollte ich die Welt mit einem meiner Haare retten können, ich würde es nicht hergeben. Nicht für diese Welt, nicht für die Menschenwölfe, die diese Welt mit ihrer Macht- und Beutegier beherrschen, und nicht für die Menschenschafe, die dies wider besseres Wissen willfährig oder gleichgültig hinnehmen.

Die Menschentiere haben sich eine Welt geschaffen, deren Qualität weit unter ihren Möglichkeiten liegt. Man muß angesichts des katastrophalen Ergebnisses Jahrtausende langer Zivilisation geradezu von der denkbar dümmsten Anwen-dung von Intelligenz sprechen. Es scheint dem Menschen verwehrt zu sein, das Gefängnis seiner Raub- und Rudeltiergene zu verlassen und zum wirklichen Menschen aufzusteigen, der sich eine Welt schafft, die seiner würdig ist.

„Wer sieht, was heute geschieht, hat alles gesehen, was von Ewigkeit war und in Ewigkeit sein wird. Denn es ist alles von derselben Art und Gestalt.“ (Marc Aurel) Die Menschheit wiederholt ständig das immer gleiche Theaterstück vom Fressen und Gefressen werden. Nur die Kulissen, Requisiten, Kostüme und Darsteller wechseln, und die Dialoge werden dem Zeitgeist angepaßt.

Das sich in den alltäglichen Ereignissen weltweit wiederholende menschliche Drama sollte jeden wachen Menschen zum Nachdenken drängen. Warum gibt es keinen sozialen Fortschritt in dem Sinne, daß alle Menschen – unabhängig von Rasse, Geschlecht, Ideologie, gesellschaftlicher Position – einander achten und gemeinsam allgemeines Wohlergehen erstreben? Warum verwirklichen die Menschen nicht die Ideale vom Menschsein und vom menschlichen Leben, die ihre großen Denker bereits vor Jahrtausenden formuliert haben? Der Fortschritt der Menschenwelt ist allein materieller, technischer Natur. Durch ihn haben die Menschen ihr Dasein vereinfacht und ihren materiellen Wohlstand gesteigert. Aber er dient ihnen auch dazu, ihre tierischen Instinkte wirkungsvoller auszuleben.

Der Preis dafür ist hoch. Die Gesellschaften werden von Eigeninteressen politi-scher Klüngel, diverser Lobbyvereine und skrupellosen Geschäftemachern beherrscht. Vom Volk gewählte Politiker, die dem allgemeinen Wohl der Men-schen verpflichtet sein sollten, sind entweder hilflos oder bereiten der Pluto-kratie im eigenen Interesse den Weg.

In vielen Weltteilen gären die Menschenrudel. Die Möglichkeiten weltumspan-nender Kommunikation sorgen für Öffentlichkeit und Information. Sie verän-dern allmählich das Bewußtsein der Menschen. Die Armen und Ausgebeuteten wissen heute, daß sie arm sind und ausgebeutet werden. Täuschung, Lug und Betrug, Korruption, Nepotismus, können von den herrschenden Cliquen immer weniger vor den Völkern verborgen werden. Das stärkt das Selbstbewußtsein und verändert die Einstellungen der Betroffenen Bevölkerungsmehrheiten zu den privilegierten Minderheiten. Ob dadurch das Ausleben der Raub- und Rudeltierinstinkte eingeschränkt wird, bleibt abzuwarten.

In den wohlhabenderen Gesellschaften fällt meistens mehr von dem gemeinsam erarbeiteten Wohlstand für die Armen ab als in den weniger gut gestellten. Das ist allerdings kein Naturgesetz. Auch in den materiell am weitesten entwickelten Gesellschaften sind heute immer mehr Arbeitsverhältnisse – für die meisten Menschen die Grundlage ihrer wirtschaftlichen Existenz –unsicher, weil entweder zeitlich begrenzt, auf Scheinselbständigkeit gegründet oder so schlecht bezahlt, daß für ein anständiges Leben die Mittel nicht reichen. Arbeitnehmer werden in erster Linie als Produktionsmittel betrachtet, über die nach Bedarf verfügt wird. Wer nicht für die Produktion gebraucht wird, der wird auf Kosten der Allgemeinheit in die Arbeitslosigkeit entsorgt. Unter solchen Umständen eine Familie planen, Kinder großziehen?

Von Arbeitslosigkeit unterbrochene Erwerbsbiografien, die spätere Rentenan-sprüche erheblich mindern, haben im Alter Armut zur Folge. Die Vorsorge fürs Alter, für Krankheit, Erwerbsunfähigkeit und Pflegebedürftigkeit wird zu einem von der staatlichen Kassenlage und dem Sentiment von Bankstern und Speku-lanten abhängigen Glücksspiel. Wie werden die Menschen längersfristig auf ihre Erniedrigung zu bloßen Mitteln für die Zwecke grenzenloser Profitsteigerung reagieren?

Wohlstand für alle war gestern. Heute schon haben im reichen Deutschland viele Millionen Menschen nur noch das allernötigste zum Leben, während die hohen Einkommen unaufhörlich weiter steigen und vollkommen maßlose Größenord-nungen erreichen. Die großen Beutemacher werden dabei auch noch steuerlich begünstigt, während man Rentner und Sozialhilfeempfänger auf das Existenz-minimum setzt.

Wenn die Politiker ungestört so weitermachen können, werden künftig noch sehr viel mehr Menschen arm sein. Deutschland ist auf bestem Wege, die Sozialstruktur eines Schwellenlandes anzunehmen. Wie lange es dabei friedlich zugehen wird, ist eine spannende Frage – vor allem natürlich für diejenigen, die viel zu verlieren haben.

Die durch eine seit Jahrzehnten verfehlte Sozial- und Bildungspolitik verursachte fortschreitende Desintegration unserer Gesellschaft wird durch die kulturelle Vielfalt infolge von Einwanderung noch zusätzlich gefördert und be-schleunigt. Das hätte nicht sein müssen. Denn daß die Integration nicht von
selbst geschieht, sondern zusätzlicher Anstrengungen bedarf, weiß man seit Jahrzehnten. Geschehen ist aber trotzdem fast nichts, und jetzt gilt es, die Proletarisierung großer Bevölkerungsteile zu stoppen und die Entstehung von Parallelgesellschaften – vor allem auch solche fremder Kulturen mit Werten und Mentalitäten, die von den heimischen stark abweichen – zu unterbinden. Lassen die Verantwortlichen die Dinge weiter treiben, müssen wir künftig wohl mit un-friedlichen Auseinandersetzungen rechnen.

Die wenigsten Politiker denken voraus und noch weniger denken in Zusam-menhängen und Wechselbeziehungen. Das ist eine weitverbreitete menschliche Schwäche, die sich allerdings – tritt sie bei Politikern auf – für die Völker und Staaten verheerend auswirken kann. So wird offensichtlich gar nicht gesehen, wie sehr die von der Sozial- und Arbeitsgesetzgebung unterstützte neoliberale Profitgier und ihre Auswirkungen auf Arbeitnehmer und ihre Familien die Menschen krank macht und die Wohlfahrt unseres Volkes gefährdet. Durch prekäre Arbeitsverhältnisse werden nicht nur individuelle Lebensplanungen erschwert oder unmöglich gemacht. Die seit langem absehbaren Folgen für die Bevölkerungsentwicklung, für die Verfügbarkeit von Fachkräften und für die ohnehin langfristig schwierige Lage unterfinanzierter sozialer Sicherungs-systeme werden den kurzsichtigen Wünschen eigennütziger Lobbys und wahltaktischen Überlegungen der Parteien geopfert.

Politiker handeln nicht proaktiv, sondern reagieren nur – wenn es sich angesichts einer bevorstehenden Wahl oder anderer Kalamitäten nicht vermei-den läßt, zum Beispiel weil ihre persönlichen Interessen und die ihrer Klientele tangiert sind. Deshalb ist die Politik keine vernünftige Zusammenarbeit der Verantwortlichen zwecks Förderung des allgemeinen Wohls. Vielmehr ist sie ein tendenziell allgemeinwohlschädliches Interessengerangel von Lobbyisten innerhalb und außerhalb der Parlamente, das einen schnell wachsenden und kaum noch beherrschbaren, geschweige denn lösbaren Wust von Problemen erzeugt.

Von den unzähligen unerledigten Aufgaben, die sich inzwischen angehäuft haben, seien nur genannt:

Maßnahmen gegen die fortschreitende gesellschaftliche Desintegration zwecks Sicherung des sozialen Friedens
eine von weltpolitischen Wirren unabhängige und sichere Energieversorgung aus regenerativen Quellen
konsequente Förderung und Durchsetzung sinnvoller und bezahlbarer Maßnahmen zur Energieverbrauchseinsparung
auskömmliche Altersversorgung für alle Deutschen; ggf. durch ein unbedingtes individuelles Grundeinkommen
gerechte und für alle Bürgerinnen und Bürger transparente Besteuerung
Sicherstellung auskömmlicher Löhne und langfristig verläßlicher Arbeitsverhältnisse oder Einführung eines unbedingten individuellen Grundeinkommens
sichere Versorgung aller Bürgerinnen und Bürger für den Krankheits- und Pflegefall auf der Basis des aktuellen Standes der Medizintechnik
zukunftsweisende deutschlandweit einheitliche Organisation und Durchführung von Erziehung, Bildung, und Ausbildung
Qualitätsmanagement der Politik mit klarer Verpflichtung der Politiker auf das allgemeine Wohl

Die Probleme mit der Europäischen Währungsunion, die von den Politikern nicht nur unbedacht, sondern wider besseres Wissen gegen die Warnungen von Fachleuten eingeführt wurde, ohne vorher die notwendigen Voraussetzungen bei den Finanz- und Sozialsystemen zu schaffen, seien hier nur erwähnt. Sie und die internationale Banken- und Staatsschuldenkrise wird die Menschen weltweit noch viele Jahre lang beschäftigen, und ihre Folgen für den Wohlstand der Bevölkerungsmehrheit und den sozialen Frieden sind gänzlich ungewiß.

Was wäre eigentlich, wenn bei immer mehr Menschen Zweifel wüchsen, ob eine zukunftsweisende Umgestaltung von Staat und Gesellschaft unter der Herrschaft des gegenwärtigen Klüngels von Parteienoligarchien, Lobbyvereinen, Banken und Großkapital überhaupt möglich ist? Was wäre, wenn die Menschen zu der Überzeugung kämen, daß die immer skrupellosere Verfolgung von Sonderinter-essen gegen die Erfordernisse des allgemeinen Wohls in einen Staat führen, den sie nicht wollen?

Es sieht sehr danach aus, als steuerten wir auf eine unübersehbar lange Reihe turbulenter Jahre, vielleicht Jahrzehnte zu. Was am Ende von der Europäischen Union übrigbleibt und wie sich die so unterschiedlichen europäischen Staaten und Völker entwickeln werden ist angesichts der großen ungelösten Probleme vollkommen offen. Nicht auszudenken, wenn das nach dem Zweiten Weltkrieg begonnene Vorhaben, Frieden und Wohlstand für alle in einem demokratischen Europa zu schaffen, am Unvermögen der zeitgenössischen Politiker scheitern sollte!

Gegenwärtig sind wir leider auf dem besten Weg dahin. Die Gesellschaften zer-fallen, zuerst die schwachen, dann nach und nach die starken. Sonderinteressen dominieren die Politik, Gemeinsinn und Orientierung am Allgemeinwohl schwinden. Das geht einher mit sinkenden moralischen Standards, die sich von der Politik ausgehend zuerst im Wirtschaftsleben ausbreiten und dann die ganze Gesellschaft erfassen.

Sicherlich gibt es viele Menschen, die Wichtigeres zu tun haben, als sich über das heutige Leben im Allgemeinen und seine zahlreichen Probleme im Beson-deren, über Politik und Gesellschaft, über die Zukunft der westlich-abendlän-dischen Gesellschaften und über das Verhältnis von Privilegierten und Under-dogs Gedanken zu machen.

Die einen leben in ständiger Sorge, ihren einträglichen Posten oder ihre fette Pfründe zu verlieren, und sind so damit beschäftigt, sich gegen Verluste und vermeintlichen sozialen Abstieg zu schützen, daß ihre diesbezüglichen Anstren-gungen zu ihrem einzigen Lebensinhalt geworden sind. Sie kommen dadurch weder zum Genuß ihres Lebens noch zu sich selbst. Ihnen ist Politik egal, solange ihr sozialer (wirtschaftlicher) Status nicht bedroht wird.

Andere scheffeln mit mehr oder weniger großer Anstrengung mehr Geld als sie jemals vernünftig ausgeben können, merken das aber vor lauter Arbeit im Taumel ihrer Raffgier gar nicht. Darüber werden sich wenigstens die Erben freuen – sofern sie es nach endlicher Überwindung der Banken- und Staatsschul-denkrise und ihrer absehbaren Folgen in ferner Zukunft überhaupt noch können.

Wieder andere müssen schon seit vielen Jahren fast pausenlos arbeiten, um wenigstens das Allernötigste für ihren materiellen Lebensunterhalt zu verdienen. Diesen bedauernswerten Mitmenschen bleiben weder Zeit noch Kraft, über den Sinn und Bedingungen ihrer Existenz nachzudenken. Sie bilden das wachsende Proletariat, das – wir hoffen friedlich – künftige Wahlen entscheiden wird.

Schließlich gibt es leider auch noch Menschen, die – aus welchen Gründen auch immer – zu beschränkt sind, um sich selbst und ihre Lebensbedingungen so kritisch zu sehen wie es angesichts der Sachlage notwendig wäre. Das können durchaus glückliche Menschen sein, die nichts oder nur wenig in ihrem Leben vermissen – eigentlich ideale Untertanen. Der herrschenden politischen Klasse sollten sie die liebsten Staatsbürger sein. Gerade deshalb aber stehen sie einer Gesundung und zukünftigen glücklicheren Entwicklung unserer Gesellschaft entgegen.

Wer gründlicher über das Zeitgeschehen nachdenkt, über sich und seine Lebenswelt, den Sinn seines Lebens und die Art und Weise, wie er und seine Mitmenschen leben (und von der herrschenden politischen Klasse leben gelas-sen werden), gehört zu einer Minderheit. Diese wächst allerdings zusehends und das Regieren einer zunehmenden Zahl kritischer und unbequemer Staatsbürger wird künftig für die Politiker sehr viel schwieriger werden. Im Interesse des sozialen Friedens und der bürgerlichen Freiheit sollten wir hoffen, daß sie rechtzeitig die Zeichen der Zeit erkennen und anstatt weiterhin ihren Klientelen endlich dem allgemeinen Wohl dienen wie es ihre Pflicht ist.

Denn Politik und Wirtschaft sollen allein für die Menschen da sein und nicht umgekehrt. Politik und Wirtschaft eines Staates haben der Wohlfahrt seiner Bevölkerung zu dienen, und zwar der Wohlfahrt aller Mitbürgerinnen und Mit-bürger, nicht nur der Wohlfahrt der politischen Klasse und ihrer Klientele. Politikerinnen und Politiker haben die Pflicht, sich mit allen ihren Kräften dafür einzusetzen, daß der gemeinsam erarbeitete Wohlstand auch allen Staatsbür-gerinnen und Staatsbürgern zugute kommt, die daran mitarbeiten oder mitge-arbeitet haben – wenn auch nur dadurch, daß sie sich ohne zu revoltieren in einen Billiglohn-Job abdrängen oder verhartzen ließen.

Daß die Forderung nach gerechter Beteiligung am gemeinsam erarbeiteten Wohlstand seit Jahrzehnten nicht mehr erfüllt ist, hat unsere Gesellschaft in eine gefährliche soziale Schieflage gebracht. Die Banken- und Staatsschuldenkrise ist geeignet, diese noch zu verstärken. Die Folgen einer weiteren sozialen Desinte-gration können – wie uns gerade auch die Deutsche Geschichte zeigt – katastro-phal sein. Um so wichtiger ist es, daß wir Bürgerinnen und Bürger unseren sogenannten Volksvertretern klare Ansagen hinsichtlich unserer Erwartungen machen. Menschen sollen die Zwecke, nicht die Mittel politischen Handelns sein!

„Warten auf den Bumerang“ ist der Titel einer Gedichtsammlung von Joachim Ringelnatz. So könnte man auch die gegenwärtige Situation unserer Gesellschaft beschreiben angesichts des jahrzehntelangen Versagens der Politiker bei ihrer Aufgabe, das allgemeine Wohl für die Zukunft zu sichern.

Was das menschliche Trachten und Gebaren anbetrifft, gibt es nichts wirklich Neues in der Welt. Die Geschichte wiederholt sich. Jedoch nicht wie ein Film, sondern wie ein Theaterstück, in immer neuen Inszenierungen, mit neuen Schau-spielern in anderen Kostümen und mit sprachlich aktuellen Dialogen. Es sieht alles neu aus, Inhalt und die Moral des Stücks bleiben aber immer gleich. Der Historiker Oswald Spengler hat das in seinem „Untergang des Abendlandes“ beeindruckend aufgezeigt.

Die in dieser zweiten, im Umfang weit mehr als verdoppelten Auflage des Jubi-läumsbandes für Prof. Querulix zusammengestellten ebenso zeitlosen wie zeitkritischen aphoristischen Be- und Anmerkungen sind eine Art zeitloser Kommentar zum Zeitgeschehen. Die Texte von Prof. Querulix werden in dieser neuen, zum Abschluß des Jubiläumsjahres erscheinenden Auflage auch von Äußerungen historischer Denker und Dichter aus zweieinhalb Jahrtausenden begleitet, bekannten und – in Gestalt von Sprichwörtern und Reimen – auch unbekannten. Damit wird einerseits die oben aufgestellte Behauptung, die Menschheit führe seit Jahrtausenden immer das gleiche (jämmerliche) Theater-stück auf, untermauert. Andererseits erweist Prof. Querulix mit diesen Zitaten exemplarisch allen denen seine Referenz, die ihn in seinem Wahrnehmen, Denken und Handeln beeinflußt haben.

Lassen Sie sich von den in diesem Band gesammelten Kurztexten anregen oder auch aufregen. Mit den Aphorismen, spöttischen Definitionen, Reimen, Gedichten, prosaischen und satirischen, humorvollen und ernsten An- und Bemerkungen legt Prof. Querulix seinen Finger in die Wunden der Menschen-welt und macht seine Leser damit auf zahlreiche neuralgische Aspekte dessen aufmerksam, was wir gemeinhin die Gegenwart, unsere „Wirklichkeit“ nennen. Die Gedanken, die das bei Ihnen auslöst werden Sie bestimmt nicht gleichgültig lassen.

Und darum geht es.

Diese Sammlung enthält außer mehr als tausend erstmals veröffentlichten zeitlosen und zeitkritischen Aphorismen, Reimen und Gedichten des Querden-kers, Mahners und Spötters Prof. Querulix auch zahlreiche Texte und Karikaturen aus seinen eBooks

- Am Abgrund hat man den besten Überblick
- Des Menschen Bürde ist der Mensch
- Besser quer gedacht als quergeschossen
- Ach, du schönes faules Ei!
- Im freien Fall
- Lyrisches vom Menschentier

sowie aus seinen Veröffentlichungen im Internet, unter anderem auf der WebSite www.volksmund.ruedenauer.de.

Der Jubiläumsband gliedert sich in drei Abschnitte: Im ersten stehen Texte von Prof. Querulix aus den vergangenen 25 Jahren. Dann folgen im zweiten Abschnitt klassische Sprichwörter des Volksmunds und schließlich im dritten Abschnitt ausgewählte Zitate von Denkern und Dichtern aus verschiedenen Kulturen der letzten zweieinhalb Jahrtausende.

Die alphabetische Ordnung und ein umfangreicher, sehr detaillierter Index helfen Ihnen, Texte zu bestimmten Themen leicht zu finden. Außer gezielt nach Texten zu bestimmten Themen zu suchen, bietet es sich aber genauso an, in dieser umfassenden Sammlung von Aphorismen, Reimen und Gedichten zu stöbern und zu schmökern.

Die Grafiken und Bilder im Text stammen aus der Sammlung von Prof. Querulix. Mehr davon finden Sie auf der WebSite www.sammlerfreund.de. Wenn Ihnen die Bilder und Grafiken gefallen, können Sie sie in verschiedenen Größen als Poster oder als Leinwanddruck auf Keilrahmen auch erwerben.

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