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Untersuchung von zeitlichen Schwereänderungen an einer Verwerfung in der Niederrheinischen Bucht und ihrer möglichen Ursachen


Untersuchung von zeitlichen Schwereänderungen an einer Verwerfung in der Niederrheinischen Bucht und ihrer möglichen Ursachen


1. Auflage

von: Hans-Martin Münch

11,99 €

Verlag: Grin Publishing
Format: PDF
Veröffentl.: 13.12.2005
ISBN/EAN: 9783638447553
Sprache: deutsch
Anzahl Seiten: 334

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Beschreibungen

Diplomarbeit aus dem Jahr 2001 im Fachbereich Geowissenschaften / Geographie - Phys. Geogr., Geomorphologie, Umweltforschung, Note: 1-, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn (Geologisches Institut, Fachrichtung Angewandte Geophysik), 118 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Von 1998 bis Ende 2001 wurden in einem Meßnetz über dem „Erftsprung“, einer tektonisch aktiven Verwerfung in der Niederrheinischen Bucht, Relativ-Schweremessungen mit einem LaCoste&Romberg-Gravimeter durchgeführt. Die Messungen mit einer Auflösung unter 100nm/s² (10?Gal) fanden zunächst im Rahmen des Bonner Sonderforschungsbereiches 350 statt. Bei den gravimetrischen Messungen zeigte sich eine signifikante zeitliche Variation in den Schweredifferenzen zwischen den Meßpunkten, die sich auf entgegengesetzten Seiten der Verwerfung befinden. Ziel dieser Arbeit war die Untersuchung, ob sich die bis dahin beobachteten Variationen fortsetzten. Gegebenenfalls sollte die Untersuchung auf saisonale Anteile sowie einen möglichen Zusammenhang mit der Bodenfeuchte ausgedehnt werden. Mit dem Vorliegen der Meßdaten von etwas mehr als drei Jahren wird der saisonale Charakter der Schwerevariationen deutlich. Durch Messungen des scheinbaren spezifischen elektrischen Widerstandes in verschiedenen Tiefen (Geoelektrik) gleichzeitig an zwei Standorten beiderseits des Erftsprunges wurden Informationen über die Bodenfeuchte erhalten und mit den Schweredaten in Bezug gesetzt. Dabei zeigte sich eine deutliche Korrelation zwischen dem Widerstandsverhältnis und den Schweredifferenzen beiderseits der Verwerfung. In einem zweiten gravimetrischen Meßnetz an der Rurrandverwerfung wurden keine signifikanten saisonalen Schweredifferenz-Variationen beobachtet. Eine instrumentelle Ursache der beobachteten Variationen konnte somit weitgehend ausgeschlossen werden. Dem gleichen Zweck dienten u. a. die Spindelkalibration in vier- und die Bestimmung des Minimums der Neigungsempfindlichkeit des Gravimeters in achtwöchigem Rhythmus. Die Messungen wurden durch Modellrechnungen auf Grundlage von Grundwasserstandsänderungen, Niederschlägen und Bodenfeuchte nachvollzogen. Es zeigten sich zwar gewisse Übereinstimmungen zwischen den berechneten und den gemessenen Werten (soweit vergleichbar), aber eine ausreichende Erklärung kann von den Modellen nicht gegeben werden. Nicht endgültig geklärt werden konnte, inwieweit die untersuchten potentiellen Ursachen zu den Schwerevariationen beitragen, und ob die Modelle, die teilweise für andersartige Szenarien entwickelt wurden, auf diesen Fall übertragbar sind. Mittels der Geoelektrik-Messungen konnte an einem der beiden Standorte der Einfluß der Vegetation analysiert werden, am anderen Standort wurde die Verlagerung einer Trockenfront im Untergrund beobachtet.
Diplomarbeit aus dem Jahr 2001 im Fachbereich Geowissenschaften / Geographie - Phys. Geogr., Geomorphologie, Umweltforschung, Note: 1-, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn (Geologisches Institut, Fachrichtung Angewandte Geophysik), 118 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Von 1998 bis Ende 2001 wurden in einem ...