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Symbole und Preiskategorien
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Inhalt

Symbole & Preiskategorien

Rein ins Erleben

Die wichtigsten MARCO POLO Highlights!

Die besten MARCO POLO Insider-Tipps

Best of…

Tolle Orte zum Nulltarif

Typisch griechische Inseln

Schön, auch wenn es regnet

Entspannt zurücklehnen

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Fakten, Menschen & News

Essen & Trinken

Einkaufen

Kykladen

MARCO POLO Highlights

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Sífnos

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Bloss nicht!

Praktische Hinweise

Sprachführer Griechisch

Impressum

Reiseatlas

Detailkarte Mykonos

Detailkarte Náxos

Detailkarte Mitilíni (Lesvos/Lesbos)

Detailkarte Parikiá (Paros)

Autor

Mit dem digitalen Service von MARCO POLO sind Sie noch unbeschwerter unterwegs: Auf den Erlebnistouren zielsicher von A nach B navigieren oder aktuelle Infos abrufen – das und mehr ist nur noch einen Fingertipp entfernt.

Touren-App

Ganz einfach orientieren und jederzeit wissen, wo genau Sie gerade sind: Die praktische App zu den Erlebnistouren sorgt dank Offline-Karte und Navigation dafür, dass Sie immer auf dem richtigen Weg sind. Außerdem zeigen Nummern alle empfohlenen Aktivitäten, Genuss-, Kultur- und Shoppingtipps entlang der Tour an.

Update-Service

Immer auf dem neuesten Stand in Ihrer Destination sein: Der Online-Update-Service bietet Ihnen nicht nur aktuelle Tipps und Termine, sondern auch Änderungen von Öffnungszeiten, Preisen oder anderen Angaben zu den Reiseführerinhalten. Einfach als PDF ausdrucken oder für Smartphone, Tablet oder E-Reader herunterladen.

Hier geht’s lang zu den digitalen Extras:

http://go.marcopolo.de/gri

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MYKONOS-STADT »

Ein Städtchen wie aus dem Lehrbuch für Kykladen-Architektur zur Karte

DELOS »

Eindrucksvolle Ruinen sind die Relikte einer der großen antiken Städte Griechenlands zur Karte

BYZANTINISCHE STRASSE »

Kurze Wanderung auf historischem Pflaster durch herr liche Natur auf Páros zur Karte

AKROTÍRI »

Eine der spektakulären Ausgrabungsstätten im östlichen Mittelmeerraum liegt auf Santorin und zeigt u. a. gut erhaltene Hausfassaden zur Karte

FIRÁ »

Die Hauptstadt Santorins beeindruckt mit Häusern, die in den Kraterrand hineingebaut wurden zur Karte

PALEÓPOLIS »

Wenig besuchte Säulen und Ruinen vor einem der höchsten Berge der Ägäis auf Samothráki zur Karte

LIMÉNAS »

In der Hauptstadt der Insel Thássos sind Vergangenheit und Gegenwart auf reizvolle Art miteinander verwoben zur Karte

NÉA MONÍ »

Auf Chíos steht das kunsthistorisch wertvollste Kloster aller griechischen Inseln (Foto) zur Karte

PIRGÍ »

Mit seinen grau-weiß gemusterten Häusern hat dieses Dorf auf Chíos die sonderbarsten Hausfassaden, die man in ganz Hellas finden kann, und einen der stimmungsvollsten Dorfplätze im Mittelmeerraum zur Karte

VERSTEINERTE BÄUME »

Im Naturschutzpark Petrified Forest auf Lesbos erzählen 20 Mio. Jahre alte Baumstämme die Naturgeschichte der Insel zur Karte (siehe auch »)

KUROS »

Den Marmorkörper des 5,20 m großen nackten jungen Mannes auf Sámos ziert eine schöne Maserung zur Karte

ASKLÍPION »

Anschaulich rekonstruiertes Heiligtum für den Heilgott der Antike zwischen Wald und Meer auf Kos zur Karte

KRATER »

In der gewaltigen vulkanischen Caldera auf Níssiros sind manche Steine noch so heiß, dass man Spiegeleier darauf braten könnte zur Karte

LÍNDOS »

Zwischen einem Sandstrand und einer Kreuzritterburg liegt das schönste Dorf von Rhodos (Foto) zur Karte

ALTSTADT VON RHODOS »

Eine Welt für sich – mit Kirchen, Moscheen und Cafés zur Karte

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Insider-Tipp

Krieger im Holzpferd »

Antike Antikriegskunst gab es nicht? Schauen Sie sich nur einmal die 2700 Jahre alte Darstellung des Trojanischen Pferds auf Mykonos genau an!

Insider-Tipp

Olive und Fisch »

Dass Keramik auch Kunst sein kann, beweist das mit Fischen und Oliven dekorierte Steinzeug aus Náxos

Insider-Tipp

Marmorkunde »

Das moderne Museum of Marble Crafts auf Tínos klärt spannend über alles auf, was mit Marmorabbau und -verarbeitung zu tun hat

Insider-Tipp

Kykladen kompakt »

Wenn Sie auch Fotos von Inseln schießen wollen, für deren Besuch Ihre Zeit nicht reicht, gehen Sie einfach ins Museum Scórpios auf Páros, wo Sie Modelle der bekanntesten Kykladengebäude bestaunen können

Insider-Tipp

Die Ägäis als Thema »

Ideen statt Abriss haben aus einem Hotelklassiker das Designhotel Kos Aktis gemacht. Alles ist aufs Thema Wasser abgestellt, das Restaurant heißt H2O

Insider-Tipp

Ein Dorfplatz als Taverne »

Im Dorf Kazavíti auf Thássos ist der ganze Dorfplatz eine einzige Taverne mit urigen Spezialitäten und einer Platane als Kinderspielplatz

Insider-Tipp

Hinterhältiges Mitbringsel »

Wer den Hals nicht voll bekommt, geht leer aus – zumindest wenn Sie ihm den Gerechtigkeitsbecher des Pythagoras aus Sámos mitbringen

Insider-Tipp

Sportlicher Farmurlaub »

Seltene Kombination: Auf dem Öko-Bauernhof Toúmba Farm auf Lesbos können Sie in Bungalows wohnen, reiten und Mountainbikes mieten

Insider-Tipp

Spuren des Judentums »

Juden lebten bis 1944 auf vielen griechischen Inseln. Auf Rhodos heißen Sie Gemeindemitglieder in der letzten verbliebenen Synagoge willkommen

Insider-Tipp

Für Romantiker »

Romantischer als im Náxos Café im schummrigen Gassengewirr der Chóra kann man auf den Kykladen abends kaum sitzen (Foto). Musik, Getränke und Publikum haben Niveau

Insider-Tipp

Kulinarischer Seitensprung »

Das einzige Dorf der griechischen Ägäis mit echt türkischer Küche ist Platáni auf Kos, wo mehrere türkischstämmige moslemische Griechen Tavernen betreiben

Insider-Tipp

Hemingways Traum »

Wer den Mojito in der Cafébar Distrato auf Páros probiert, versteht, warum dieser Drink Ernest Hemingways Lieblingsgetränk war

Insider-Tipp

Ritterromantik mit Klimaanlage »

Wenn Sie in dem kleinen Hotel Cava d’Oro einchecken, wohnen Sie in einem 800 Jahre alten Haus direkt an der mittelalterlichen Stadtmauer, müssen aber dennoch nicht auf die Annehmlichkeiten der Moderne verzichten

Insider-Tipp

Geologische Bootstour »

Viele geologische Formationen von Mílos können Sie erst bei einer Bootstour oder einem Segeltörn rund um die Insel entdecken – erholsame Badepausen sind bei den Tagesausflügen immer inklusive

Insider-Tipp

Klettern mit Meerblick »

Meeresnähe, kurze Anfahrtswege und ein stabiles Klima, das das Klettern in den Felsen das ganze Jahr über erlaubt: Kálimnos ist mit über 1300 Routen und gutem Service für Climber das heimliche Kletterparadies des Mittelmeerraums (Foto)

Insider

Burgbesuch für Schwindelfreie »

Das Einzige, was von Besuchern der mittelalterlichen Burg auf dem Skáros-Felsen vor Imerovígli auf Santorin verlangt wird, ist Schwindelfreiheit, denn Sie erreichen die Burg nur über einen schmalen Pfad hoch über der Caldera

Kirchenkunst und Pilgertum »

Kirchen stehen Besuchern nahezu immer kostenlos offen, kleine Spenden sind freilich hochwillkommen. Zum Erlebnis jenseits von Kunst und Religion wird der Besuch der Wallfahrtskirche auf Tínos (Foto), wo Sie obendrein auch Einblick in das Pilgertum bekommen können

Vulkanwanderung »

Der einzig vollständig erhaltene Vulkankrater in der Ägäis ist der von Níssiros. Wenn Sie vom Hauptort Mandráki aus hineinwandern, fallen nicht einmal Kosten für eine Busfahrt an

Abstecher in die Antike »

Nur wenige archäologische Stätten von Bedeutung sind kostenlos zu besichtigen. Anders ist das in Liménas auf Thássos, wo Sie die Agorá, das Theater und Teile der antiken Stadtmauer samt ihrer Tore ohne obligatorischen Obolus nach Herzenslust betrachten können

Kloster mit Aussicht »

Die Konvente auf den Inseln erheben in der Regel keine Eintrittsgebühr. Der spektakulärste von allen ist das Mönchskloster Chozoviótissas auf Amorgós, dessen weißer Bau an einer Felswand hoch über der Ägäis zu kleben scheint und allein deshalb den Besuch lohnt

Himmelsklänge »

Beim alljährlichen Festival der religiösen Musik auf Griechenlands heiliger Insel Pátmos sitzen Sie in unmittelbarer Nähe der Grotte, in der Johannes seine Vision der Apokalypse empfing, und dürfen ganz umsonst den himmlischen Klängen lauschen

Sommerkino im Garten »

Open-Air-Kinos gibt es auf vielen griechischen Inseln, das Cíne Mánto auf Mykonos ist seit vielen Jahren Kult, denn hier sitzen Sie in einem lauschigen Garten zwischen weißen Häusern mit typischer Kykladenarchitektur

Mittelalterliches Wehrdorf »

Viele Inseldörfer zeigen deutlich ihren wehrhaften mittelalterlichen Charakter, denn damals mussten sich ihre Bewohner vor Piraten schützen. Noch ganz von Mauern umgeben ist Mestá auf Chíos mit seinen verwinkelten Gassen und dunklen Passagen

Rund um den Anisschnaps »

Ouzo wird überall auf den Inseln gerne getrunken (Foto). Der beste stammt aus den Destillerien von Plomári an der Südküste von Lesbos, wo Sie auch einige der Herstellerbetriebe besichtigen können, z. B. die Destillerie Barbayiánnis

Kunstvoll shoppen auf Sámos »

Kunsthandwerks- und Künstlerateliers finden Sie oft auch außerhalb der Inselhauptorte. Besonders vielfältig ist das Angebot im Bergdorf Manolátes, wo man neben Ikonen und Keramik auch Papierobjekte, bemalte Kieselsteine und alte Webarbeiten erstehen kann

Schlemmerei vor romantischer Hafenkulisse »

Meist herrscht entlang dem Kai der Inselhäfen die größte kulinarische Vielfalt. Auch in Náoussa auf Paros drängen sich am vielleicht schönsten Hafen der Ägäis die Tavernen dicht an dicht. Abends ist es dort besonders romantisch

Mit dem Boot zum Strand »

Auf vielen Inseln bringt Sie das Badeboot zum Strand. Auf Skiáthos steuern solche Boote nicht nur einzelne Strände an, sondern fahren auch von Strand zu Strand einmal rund um die Insel

Paradiesische Einkehr »

Eine mediterrane Taverne wie aus dem Bilderbuch ist die mit dem schönen Namen Parádissos südlich der Inselhauptstadt von Náxos, wo Sie unter Tamarisken direkt auf dem Strand sitzen

Kunst in der Kellerei »

In seiner Weinkellerei Art Space auf Santorin baut Níkos Argýros nicht nur seine exzellenten Weine aus, die Sie natürlich probieren können, hier zeigt er auch über 100, jährlich wechselnde Werke moderner Künstler aus aller Welt

Höhlenexpedition »

Dass Regenwasser auch Schönes hervorbringt, sehen Sie in der Tropfsteinhöhle von Antíparos (Foto), in der Ihnen das Wetter nichts anhaben kann

Ritterliche Pracht »

Der von den Italienern phantasievoll rekonstruierte Palast des Fürsten des Ritterordens der Johanniter auf Rhodos ist eins der größten Gebäude der Ägäis. Mit seinen Repräsentationsräumen und zwei Museen bietet er Programm genug für einen regnerischen Vor- oder Nachmittag

Antike Kunst »

Der schönste Marmorjüngling der Antike erwartet Sie im Archäologischen Museum auf Sámos. Einzigartig sind auch die vielen antiken Kunstobjekte aus Holz, die dank des Wassers im sumpfigen Boden des Hera-Heiligtums die Jahrhunderte überdauern konnten

Abtauchen in der Caldera »

Einfach unterzutauchen ist die sportlichste Art, sich vor Regen zu schützen. Die außergewöhnlichsten Tauchgänge der Ägäis hat Santorin zu bieten, denn hier tauchen Sie in einen viele hundert Meter tiefen Vulkankrater mit fast senkrecht abfallenden Wänden ab

(S)hopping auf Mykonos »

In Mykonos-Stadt liegen anspruchsvolle Galerien, edle Boutiquen und originelle Kunsthandwerksateliers so dicht beieinander, dass Sie von Laden zu Laden „hoppen“ können, ohne wirklich nass zu werden

Wohnen mit Himmelsbalkon »

Viele Hotels auf Santorin sind direkt in die Steilwand des Kraters hineingebaut, so auch das besonders zentral gelegene Kavalári. Beim Relaxen auf der Terrasse Ihres Zimmers oder Apartments fühlen Sie sich wie ein Engel auf seinem Himmelsbalkon

Lyrische Pause mit Homer »

Wenn Sie auf Íos vor dem angeblichen Grab des großen antiken Dichters Homer sitzen und den Blick weit über das Meer des Odysseus schweifen lassen, ist dies der richtige Zeitpunkt, um sich genüsslich einige Hexameter der Odyssee zu Gemüte zu führen

Wellness in antiken Bädern »

Thermalbäder gibt es auf mehreren Ägäischen Inseln, besonders zahlreich sind sie jedoch auf Lesbos, wo Sie in Lutrá in antiken Marmorbecken wie einst Kaiser Hadrian das warme, gesundheitsfördernde Wasser genießen können

Tafelmusik à la Hellas »

In so mancher Inseltaverne können Sie beim Abendessen griechischen Klängen lauschen. Einer der besten Interpreten traditioneller Musik ist der Wirt des Dolíchi auf Sámos, der Sie nicht nur kulinarisch, sondern auch musikalisch verwöhnt

Fernöstlich entspannen »

Buddhistische Meditationspraktiken und Yoga stehen im Mittelpunkt des Zen-Zentrums Tao’s auf Páros, das bei Náoussa völlig einsam in der Landschaft steht und das fernöstliche Entspannungsgefühl noch durch authentische thailändische Küche steigert

Luxus pur »

Wer es sich leisten mag, kann im luxuriösen VIP-Hotel Mykonos Blu auf Mykonos seine Seele in Bungalows mit privatem Pool (Foto), im Gourmetrestaurant und zwischen den blau geäderten Marmorsäulen des Spa- und Fitnessbereichs baumeln lassen

Caldera und Kirche von Oía, Santorin

In der Ägäis ist keine Insel ganz für sich allein. Von jedem Berg und von fast jedem Strand aus sehen Sie mal nah, mal fern ein anderes Eiland aus den Fluten steigen. Auf manchen Inseln haben Sie das europäische Festland vor Augen, auf anderen sind Sie den oft bizarren Küstengebirgen Kleinasiens ganz nah. Die Ägäischen Inseln sind Sprungsteine zwischen den Kontinenten.

Große, schnittige Autofähren und kleine, noch recht altmodisch anmutende Dampfer, blitzschnelle Katamarane und Tragflügelboote sowie zu Ausflugsschiffen umgebaute hölzerne Fischerboote bringen Sie vom Festland in diese Inselwelt und dort von einer der etwa 80 ständig bewohnten Inseln zur nächsten. Möwen begleiten Ihren Weg, mit viel Glück tauchen auch noch ein paar der letzten Delphine des Mittelmeers vor dem Bug auf und spielen ein paar Seemeilen lang mit Ihrem Schiff. Zahllose Inseln, bewohnt oder unbewohnt, ziehen vorüber, die griechische Flagge flattert am Heck im erfrischenden Fahrtwind. Meist laufen die Fähren auf ihrer Reise verschiedene Inseln an. Bei jedem Zwischenstopp sehen Sie ein neues Inselstädtchen, in manchen Häfen kommen fliegende Händler kurz an Bord, um die zumeist süßen kulinarischen Spezialitäten des Eilands feilzubieten. Am Kai warten bereits Hoteliers und Zimmervermieter auf fest gebuchte Gäste, um sie in ihr Hotel oder Apartment zu bringen, nehmen aber gern auch Urlauber mit, die ohne Vorausbuchung angereist sind. Schließlich gehen auch Sie von Bord, und Ihr Inselabenteuer kann beginnen!

Nicht nur am Abend verführen die Gassen von Mykonos zum Bummeln

Heitere Gelassenheit liegt in der Inselluft

Schon während Ihrer ersten Urlaubsstunden werden Sie feststellen, dass Sie die Hektik des Alltags hinter sich gelassen haben. Heitere Gelassenheit liegt in der Inselluft. Die Tage gehören dem Strand, kleinen Wanderungen, Radtouren oder Besichtigungen. Viel Wassersport wartet auf Sie, auf manchen Inseln sind auch kleine Ausritte oder entspannte Stunden in modernen Spas möglich. Am späten Nachmittag gehört ein Bummel durch die zumeist engen Markt- und Geschäftsgassen zum täglichen Ritual. Danach treffen sich Einheimische und Gäste zur allabendlichen vólta: Sie flanieren am Hafen auf und ab, um sich dann an den Tischen der unzähligen Cafés und Loungebars niederzulassen. Auch der Dorfplatz, die platía, ist ein beliebter Treffpunkt. Wenn es dunkel wird, verlagert sich das Geschehen in die Tavernen – und auf mancher Partyinsel wie Mykonos, Íos, Kos, Páros, Rhodos und Santorin sind Beachclubs und Open-Air-Diskotheken geöffnet, bis die Sonne aufgeht.

Von Griechenlands großer Wirtschafts- und Finanzkrise, von sozialen Unruhen, Streiks und Demonstrationen ist auf den Inseln fast gar nichts zu bemerken. Und vom Flüchtlingsproblem, das 2015 gravierend wurde, sind nur die Inseln nahe der türkischen Küste betroffen. Hotspots wurden auf Lesbos, Chíos, Sámos, Léros und Kos eingerichtet. Aber auch dort sind nur kleine Teile der Inseln betroffen – es gibt keinen vernünftigen Grund, sie zu meiden. Im Gegenteil, gerade diese Insulaner, die Europas Versäumnisse in der Flüchtlingspolitik am stärksten spüren, brauchen unser aller Unterstützung!

Ob groß oder klein – jede Insel hat ihren ganz eigenen Charakter

Als Inselspringer werden Sie schnell bemerken, dass jede der rund 80 Ägäischen Inseln ihren ganz eigenen Charakter hat. Es gibt Inselzwerge, die ihren gut 100 Bewohnern nur 4 km2 Fläche bieten, aber auch Inselriesen wie das 1630 km2 große, eher dünn besiedelte Lesbos mit 85 000 Bewohnern und das 1398 km2 große Rhodos, wo fast 120 000 Menschen leben. Viele Inseln besitzen wunderschöne Sandstrände, aber es gibt auch Eilande mit überwiegend schroffen Steilküsten wie Síkinos und Samothráki, die mehr Seh- als Badevergnügen bieten. Doch auf allen Inseln erinnern nicht mehr genutzte Terrassen an den Berghängen daran, wie mühevoll es einst war, der überwiegend gebirgigen Landschaft eine Lebensgrundlage zu entlocken. Heute spielt die Landwirtschaft auf den Inseln bis auf Viehzucht, Wein- und Olivenanbau kaum noch eine Rolle, der Tourismus ist für viele Insulaner zum Haupterwerbszweig geworden. Die internationalen Reiseveranstalter machen ihnen freilich das Leben nicht leicht, denn insbesondere auf den großen Touristeninseln fördern sie mit ihrem steigenden Bedarf an All-inclusive-Hotels das Massensterben von kleinen Cafés, Pensionen und Tavernen. Erfreulicherweise gibt es aber auch bescheidene Ansätze für einen sanfteren Tourismus: Beispiele dafür sind Wanderferien auf Lesbos, agrotouristische Unterkünfte wie die des Guest-Inn-Networks überall in Hellas oder das Tao’s-Zentrum auf Páros mit seinem großen Angebot an Yoga und Meditation.

Wunderschöne Sandstrände und schroffe Steilküsten

So unterschiedlich wie Natur und Tourismusformen ist auch die Architektur auf den verschiedenen Inselgruppen der Ägäis. Im Archipel der Kykladen werden die Dörfer von weißen, würfelförmigen Flachdachhäusern geprägt, wobei das Dach die Funktion hat, das Regenwasser zu sammeln und in Zisternen zu leiten. Auch die regenarmen Inseln Pátmos, Astipálea und Skíros werden von der Kykladenarchitektur dominiert. Auf den übrigen Inseln der nördlichen und östlichen Ägäis – und auf der Kyklade Ándros – sind die Häuser aus Natursteinen oder in Fachwerktechnik gebaut und tragen Giebeldächer aus Schieferschindeln oder roten Ziegeln.

Die geschichtlichen Grundzüge sind hingegen für alle Inseln gleich. Seit mindestens 4000 Jahren werden sie von Griechen bewohnt. Im gerade vergangenen Jahrtausend prägten zahlreiche fremde Eroberer ihr heutiges Gesicht mit. Zunächst kamen Kreuzritter, Venezianer und Genuesen auf viele Inseln, während andere Eilande wie auch das Festland weiterhin dem Byzantinischen Reich angehörten. Dann folgten Jahrhunderte unter osmanischer Herrschaft. Die Kykladen und die nördlichen Sporaden sind erst seit 1829 Teil des freien Hellas, die Inseln der Nord- und Ostägäis seit 1912. Rhodos, Pátmos, Kos und die übrigen Inseln des Dodekanes waren von 1912 bis 1943 sogar italienisch, bis sie 1947 Griechenland angegliedert wurden.

Immer mehr rückt die Natur ins touristische Interesse

In der Antike war jede Insel ein Staat für sich. Man huldigte denselben Göttern, sprach die gleiche Sprache und führte doch oft genug heftig Krieg gegeneinander. Erst unter Alexander dem Großen wurden die Inseln vor etwa 2300 Jahren erstmals einem einzigen Reich einverleibt, dessen Tradition die Römer und Byzantiner fortsetzten. Auf vielen Inseln haben die Archäologen antike Städte und Heiligtümer freigelegt, die heute zu den großen touristischen Attraktionen gehören. Mittelalterliche Burgen, Kirchen, Klöster, Wallfahrtsstätten und Moscheen ergänzen neben Hunderten von Museen die lange Liste der kulturellen Sehenswürdigkeiten. Immer mehr in den Vordergrund des (touristischen) Interesses rücken jetzt aber auch die großen Naturwunder der Ägäis: die einzigartigen Vulkaninseln Santorin und Níssiros etwa, der versteinerte Wald und die Thermalquellen auf Lesbos oder die Meeresfauna im Meeresnationalpark bei Alónissos. Auch die Industrie- und Wirtschaftsgeschichte findet inzwischen Beachtung – so wird sie im Olivenölmuseum auf Lesbos oder im Museum der Marmorgewinnung auf Tínos anschaulich.

Die Vielfalt der ägäischen Inselwelt ist schier unerschöpflich. Der griechische Schriftsteller Ilías Venésis hat perfekt in Worte gefasst, was der leidenschaftliche Inselspringer an sich selbst bemerkt: „Die Ägäis ist nicht nur Licht und Meer. Sie dringt ins Herz der Menschen ein, wird zuerst ein Schlag, dann wieder einer, bis sie zu allen Schlägen des Herzens wird.“

Ziel von Wallfahrern (einst) und Touristen (heute): das Kabiren-Heiligtum auf Samothráki


3200–2000 v. Chr.

Kykladische Kultur. Marmor-idole entstehen

2000–1450 v. Chr.

Minoische Kultur mit Kreta als kulturellem Zentrum

1450–1150 v. Chr.

Mykenische Kultur. Die Machtzentren der archaischen Griechen liegen auf dem Peloponnes

1150–700 v. Chr.

Ionier, Äoler und Dorer besiedeln die Inseln

700–480 v. Chr.

Bildung der Stadtstaaten

480–338 v. Chr.

Nach den Perserkriegen erlangt Athen die Vormachtstellung

338–146 v. Chr.

Hellenismus. Alexander der Große begründet ein Weltreich, das später in mehrere Teile zerfällt

146 v. Chr.–395 n. Chr.

Römische Zeit

395–1204

Oströmisch-byzantinische Zeit. Die Inseln werden von Konstantinopel aus regiert

1204–1453

Fränkische Zeit. Aufteilung der Inseln zwischen Venezianern, Genuesen und fränkischen Herzögen

1453

Die Türken erobern Konstantinopel; die Inseln fallen an das Osmanische Reich

1821–1829

Freiheitskampf, am Ende Gründung des neugriechischen Staats

1940–1949

Besetzung der Inseln durch italienische und deutsche Truppen bis 1944, anschließend Bürgerkrieg

1967–1974

Militärdiktatur

Seit 2010

Finanzhilfen der EU und des IWF bewahren Griechenland vor dem Bankrott. Erhöhung von Steuern, Kürzung von Gehältern, Renten, Sozialleistungen

Seit 2015

Zusätzliche Belastung durch steigende Flüchtlingszahlen


Wandern & mehr

Sportlich In diesen Krisenzeiten entdecken immer mehr Inseln endlich die vielen Wanderwilligen als Gästepotenzial und gestatten in Griechenland lebenden Ausländern, geführte Tageswandertouren anzubieten. Die gebürtige Münchnerin Eva Traumann (wandern-auf-lesvos.de) bietet Yoga- und spezielle Hochsommerwanderungen auf Lesbos. Auf Skiáthos führt Ortwin Widmann (www.hikingskiathos.com) nicht nur Wanderer, er hat auch einen eigenen Wanderreiseführer geschrieben. Reisebüroinhaber Vassilis Giakoumákis (www.impressnet.gr) arbeitet mit einem Wanderfreak aus NRW zusammen, der Wanderungen auf Rhodos führt, während der Grieche die Transfers im Minibus übernimmt. Auf Náxos erzählt die auf der Insel geborene, Deutsch sprechende Stella Korré (Naxos Hiking,) beim Wandern gern von der Großmutter gehörte Geschichten. Und für Sámos bietet Martin Wulhorst (samoswandern.de) nicht nur jährlich aktualisierte Wegbeschreibungen zum Download an, sondern bewahrt die Pfade auch in jedem Frühjahr in Handarbeit vorm Zuwuchern.

Klein, aber oho

Über Nacht Auf Santorin und Mykonos konnte man schon immer chic und originell übernachten. Jetzt ziehen die Inselzwerge nach. Im Herzen der mittelalterlichen Hauptstadt von Astipálea wohnen Sie im Tholaria Boutique Hotel (www.tholaria.gr) luxuriös in inseltypischer Architektur. Naturnaher Urlaub mit Stil: Ganz in Weiß und Naturtönen sind die vier Apartments der nachhaltig bewirtschafteten Red Tractor Farm (Kéa | www.redtractorfarm.com) gehalten. Im Aspálathras White Hotel (www.aspalathras.com) auf Folégandros fühlt man sich aufgrund der Hügellage wie auf den Mond und ins Paradies zugleich versetzt.

Segel im Wind

Kitesurfing Rund um die griechischen Inseln weht die Brise, die Kitesurfer glücklich macht. Vor allem Rhodos ist bei den Sportlern wegen des beständigen Winds beliebt. In Fánes kommen die Kitesurfer zusammen. Wer eine Ausrüstung leihen muss, wendet sich an Michaels Kite Center Station (www.kite-rhodos.com). Unterricht gibt es dort natürlich auch. Auch auf Páros sind die Bedingungen für den rasanten Sport gut. Dort ist das Páros Kite Pro Center (Púnda | www.paroskite.gr) die erste Anlaufstelle. Auf Náxos treffen sich die Kite-Neueinsteiger in der Bucht von Mikrí Vígla. Der leicht auflandige Wind macht Abtreiben unmöglich. Unterricht und Ausrüstung gibt es im Flisvos Kitecentre Náxos (www.flisvos-kitecentre.com).

Knabberfische

Tierisch Fish-Spas sind auf den griechischen Inseln groß in Mode. Dort schwimmen Hunderte kleiner Fischlein der Gattung Garra rufa (Saugbarben) in Becken. Für die zahnlosen Meeresbewohner ist die Hornhaut des Menschen eine wahre Delikatesse. Der Mensch wiederum betrachtet die Fresslust der Tiere als biologische Pedi- oder Maniküre. Nach etwa 15–30 Minuten freuen sich die Fische über einen gefüllten Magen und die Menschen über eine glatte Haut. Auch für Unterhaltung ist gesorgt, denn die Spas liegen meist mit großen Schaufenstern zur Gasse hin. Fish-Spas finden Sie z. B. in Firá auf Santorin (www.fishspakangal.gr), in Náoussa auf Páros (www.parosfishspa.gr) oder in der Chóra von Náxos. Natürlich gibt es auch ein medizinisch klingendes griechisches Wort für das Ganze: Ichthyotherapie.

Ikonenladen in Tínos-Stadt

ALTERNATIVE ENERGIEN

Die Ägäischen Inseln werden nicht nur von der Sonne verwöhnt, sondern auch vom Wind. Die Windenergie wird auf vielen Inseln dank EU-Hilfe schon seit 20 Jahren intensiv genutzt. Moderne Photovoltaik-Anlagen finden immer stärkere Verbreitung, Privathaushalte erwärmen ihr Wasser mit Sonnenkollektoren. Seit 1994 ist die bisher noch staatliche Elektrizitätsgesellschaft DEI verpflichtet, die von Privatunternehmen eingespeiste Energie abzunehmen. Damit ergänzt sie die Kapazitäten ihrer Inselkraftwerke, die zumeist mit Masut, einem besonders billigen und schadstoffreichen Erdölderivat betrieben werden, das vor allem aus der Ukraine angeliefert wird.

ANTIKE GÖTTER

Die meisten antiken Bauten wurden zu Ehren der Götter geschaffen. Die Götter wurden als allgegenwärtig erlebt, auf dem Götterberg Olymp auf dem griechischen Festland ebenso wie unter den Menschen auf den Inseln. Göttervater Zeus galt als der mächtigste unter ihnen. Sein Bruder Poseidon, dem ein Heiligtum auf Tínos geweiht war, war für das Meer und die Erdbeben verantwortlich, sein zweiter Bruder Hades herrschte über die Unterwelt. Seine Gemahlin Hera, deren Hauptheiligtum auf Sámos lag, beschützte die Ehe. Ihr einziger gemeinsamer Sohn war Hephaistos, der Gott der Schmiede, dessen Werkstatt man auf der Insel Límnos wähnte. Dessen Gemahlin Aphrodite, von den Römern später Venus genannt, war die Göttin der Liebe und wurde insbesondere auf Lesbos verehrt. Aus einem der häufigen außerehelichen Verhältnissen des Zeus soll Apoll hervorgegangen sein, der Gott der Schönheit und des Lichts. Delos galt als Geburtsinsel des Apoll und seiner Zwillingsschwester Artemis, die als Göttin der Jagd angebetet wurde. Dionysos schließlich, Gott des Theaters und des Weins, war weithin bei den Menschen beliebt; Überreste ihm geweihter Heiligtümer finden Sie auf Delos und Thássos.

BYZANZ

Byzantinischem begegnen Sie auf den griechischen Inseln immer wieder. Sie besichtigen byzantinische Klöster und Kirchen, hören von byzantinischen Traditionen, die in der Musik, der Volkskunst und im Denken der Menschen fortleben. In nahezu allen Gotteshäusern treffen Sie auf den byzantinischen Doppeladler, der das Symbol der weiterbestehenden Kirche und des untergegangenen Reichs ist. Das Byzantinische Reich, das zeitweise große Teile des gesamten Mittelmeers und Kleinasiens umfasste und dessen Hauptstadt Konstantinopel war, verstand sich immer als legitimer Nachfolger des um 400 n. Chr. untergegangenen Römischen Reichs, seine Bewohner nannten sich selbst Rhomäer. Die Reichssprache war zunächst Latein, etwa seit dem 6. Jh. Griechisch. Erst mit der Krönung Karl des Großen 800 n. Chr. wurde im Westen wieder ein zweiter Kaiser etabliert.