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SEX
IM ALTEN
ROM

Historischer Erotik-Roman
von Rhino Valentino

Die drei Teile des Romans sind als einzelne eBooks erschienen. Sie sind auch als eBook-Gesamtausgabe erhältlich (ISBN 978-3-86441-015-4) sowie als Taschenbuch.

Originalausgabe

Erste Auflage Juli 2012

ISBN 978-3-86441-012-3

SEX IM ALTEN ROM

# 1: Die Sklaven

Erster Teil des historischen Erotik-Romans „Sex im alten Rom“ vom extravaganten Schriftsteller der Liebe und Leidenschaft: Rhino Valentino.

Die reiche Kaufmannsgattin Laetitia erwirbt für teures Geld auf dem Sklavenmarkt des Forum Romanum zwei Männer und eine Frau: den großen, kräftigen Schwarzen Obinna, den hübschen Gallier Dumnorix und die wunderschöne blonde Germanin Afra. Sie will die drei Sklaven nicht nur als gehorsame Haus- und Hofsklaven besitzen, sondern auch als exotische Bereicherung ihrer wollüstigen Nächte.

Laetitias naiver, schwerreicher Ehemann Magnus ahnt nicht, welch ungeheuerlichen heißen Liebespläne seine Frau hegt. Während er sich auf eine wichtige Geschäftsreise in die Toskana vorbereitet, plant Laetitia für die Zeit seiner Abwesenheit eine wilde Sex-Orgie.

Ihr gefährliches Leben führt die Sklaven Obinna, Dumnorix und Afra durch die turbulente Zeit des alten Roms zur Zeit der Herrschaft Julius Cäsars. Sexuelle Skandale, die Grausamkeiten der Zirkusspiele des Circus Maximus und die sehnsüchtige Hoffnung auf Freiheit bewegen die drei Helden der spannenden Story.

Neben intensiven Schilderungen verschiedenster Erotik-Szenen enthält diese Geschichte eine kräftige Brise Humor. Sie belebt augenzwinkernd das Genre der Erotik-Parodie… In einer geschliffenen, messerscharfen Sprache entführt Sie der Autor Rhino Valentino in die schamlose, düstere Welt des alten Roms!

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INHALT

TEIL I

Die Sklaven

Kapitel 1: AUF DEM SKLAVENMARKT

Was war heute für ein wunderbarer Tag! Laetitia atmete die kühle klare Luft des jungen Morgens tief in ihre Lungen. Der ganze Tag lag vor ihr. Die Sonne stand noch lange nicht im Zenit, legte ihr sanftes gelbes Licht aber schon wie einen angenehmen Schleier über das Steinpflaster, die Häuser und die vielen umherhastenden Menschen. Um sie herum herrschte ein reges Treiben auf dem Forum Romanum. Viehhändler mit ihren Ochsenkarren voller zusammengepferchter Ziegen und Käfigen mit Hühnern und Enten bevölkerten das Forum ebenso wie umhereilende fliegende Händler. Bedienstete, die Einkäufe zu erledigen hatten, eilten umher. Zahlreiche wohlhabende Bürgerinnen und Bürger Roms schlenderten von einem Marktstand zum anderen und waren auf der Suche nach einem neuen Konsumartikel oder Zeitvertreib.

Eine Kuriositätenshow zog die Aufmerksamkeit vieler Schaulustiger auf sich. Umringt von johlenden und pfeifenden Menschen kämpften zwei Zwerge mit stumpfen Holzschwertern gegeneinander. Der absurde Kampf war ein verrücktes, wenngleich harmloses Spektakel. Außer einigen Beulen und Schrammen zogen sich die zwei Kleinwüchsigen keine Verletzungen zu. Damit erging es ihnen wesentlich besser als echten Gladiatoren im Circus Maximus und anderswo. Freilich waren sie nichts weiter als lebende Karikaturen von Gladiatoren, von keinem ernst genommen und der Lächerlichkeit preisgegeben.

„Stell dich, du Miskerl!“ schrillte die hohe Stimme des einen Zwergs, und er hob sein armseliges dürres Holzschwert.

Der andere tänzelte herum, drehte seinem Gegner den Rücken zu, bückte sich, zog die Hose herab und zeigte ihm den blanken Hintern. Provozierend wackelte er mit seinem kleinen Po vor dem Antlitz seines Kollegen herum und erntete beim Publikum schallende Lachsalven.

Der zweite Zwerg sprang herbei, holte mit dem Holzschwert aus und hieb dem Entblößten mit voller Wucht das harte Holz auf die Hinterbacken. Das Geräusch hallte laut, als ob ein kräftiger Bäckersmann seine Fäuste in frischen Brotteig klatschte. Die Umstehenden bogen sich vor Lachen, während der grob am Hinterteil getroffene Zwerg weibisch heulend und jaulend die Hände an die gerötete Haut presste und sich schmerzerfüllt am Boden wälzte.

Kopfschüttelnd aber schmunzelnd ging Laetitia weiter. Sie hörte den Ansager noch rufen, dass in der zweiten Kampfrunde der Sieger-Zwerg gegen einen Kampfhahn mit bronzenen Sporen an den Krallen antreten werde. Laetitia hatte keine Zeit, sich weiter mit diesen Albernheiten abzugeben. Eine ernsthafte Investition stand an.

In der Mitte des Forums waren schon die Holzpodeste des Sklavenmarktes zu sehen. Mit lauter Stimme krakeelte ein Händler Halbwahrheiten oder Lügen über die Qualität seiner Ware.

Je näher Laetitia dem Sklavenmarkt kam, desto dichter wurde das Gedränge. Sie rümpfte die Nase wegen der verschiedenen Parfüm- und Schweißgerüche. Knoblauchduft mischte sich mit dem von Rosenwasser. Das penetrante Aroma von Zwiebeln ging einher mit dem scharfen Anisgeruch eines Mannes, der offenbar schon am frühen Morgen dem Brandweingenuss gefrönt hatte. Sabbernde, geifernde Stimmen schwirrten durch die Luft. Theatralisches Feilschen, Münzenklimpern und prahlerische Versprechungen ertönten allerorten.

Wenigstens ging es hier im Vergleich zum Marsfeld gesitteter zu, obgleich die vornehme Laetitia sich auch hier nicht sehr wohl fühlte, umgeben von fremden, schwitzenden und stinkenden Bürgern und Dienern. Ja, auf dem Marsfeld freilich, da kam es für sie gar nicht in Frage einzukaufen. Auch wenn sie sich heute wie so oft in Begleitung ihrer Hausdame Tyra, ihres Hausdieners Severin und zweier kräftiger Sklaven befand. Das Marsfeld war ein billiger Handelsplatz für gewöhnliche Sklaven und auch für Vieh jeder Art. Wer rohe Muskelkraft suchte für das Beladen von Handelsschiffen, das Bedienen in der Schänke oder das Ziehen von Ackerpflügen, war dort auf dem Marsfeld richtig. Laetitia hatte diesen Ort, soweit sie sich erinnern konnte, noch nie betreten.

Das Forum Romanum hingegen kannte sie in- und auswendig von ihren fast wöchentlichen Einkäufen. Natürlich ließ sie sich profane Dinge des täglichen Bedarfs, wie Lebensmittel und dergleichen, von ihren Bediensteten besorgen. Erlesene Köstlichkeiten für feierliche Anlässe aber, exotische Duftstoffe und eben auch seltene und sehr teure Anschaffungen wie Sklaven begutachtete sie lieber selber, bevor sie gekauft wurden. Insgeheim genoss sie das Bad in der Menge auch meist, spürte die wohlwollenden Blicke der Herren und auch die oft neidischen Blicke der Damen, die auf ihr hübsches, edles Antlitz, ihren Goldschmuck und ihre kostbaren Gewänder fielen.

Auf dem ganzen Forum Romanum und ganz besonders hier auf dem Sklavenmarkt waren Leute aus aller Herren Länder versammelt. Handelsreisende, Adelige, reiche Bauern, Gauner, Diebe, Bettler, Söldner aus den schwarzafrikanischen Ländern, Griechen mit stolzer schmaler Nase, Legionäre, Huren, Verrückte, Trickbetrüger und Mörder.