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NOREA DRUCK & VERLAG, Marija Miksche, AUSTRIA

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Fotos: Bekhbat Daginaa, Alois Wiesler

eBook-Herstellung und Auslieferung:
HEROLD Auslieferung Service GmbH
www.herold-va.de

Diese Sprachenlernhilfe empfiehlt sich für …

alle, die bei null beginnen.

alle, die keine Zeit haben, einen Sprachkurs zu besuchen.

alle, die eine Sprache nicht unbedingt „wissenschaftlich“ lernen wollen und keinen besondern Wert auf Perfektion legen.

alle, die bisher glaubten, sie könnten keine fremde Sprache erlernen.

alle, die die Gastfreundschaft ihres Gastlandes zumindest mit einfachen Sprachkenntnissen wertschätzen wollen.

alle, die endlich mit der Vernachlässigung des Sprachenlernens Schluss machen und ein gutes Beispiel echter europäischer Gesinnung setzen wollen.

alle, die ganz einfach Freude am Sprachenlernen haben.

INHALTSVERZEICHNIS

1.Mongolisch sprechen

2.Bitten, danken, grüßen, entschuldigen

3.Müssen, wollen und können

4.Fragewörter

5.Fragen und erkundigen

6.Haben Sie …?

7.Hungrig, durstig, essen und trinken

8.Familie

9.Eigenschaften

10.Körperliche Bedürfnisse und Zustände

11.Sich nicht wohlfühlen, krank sein

12.In der Not

13.Richtung und Weg

14.Unterkunft

15.Zahlen und zählen

16.Zeit, Stunden, Tage, Wochen, Jahre

17.Maße, Bank

18.Freunde gewinnen und Wertschätzung zeigen

19.Von sich erzählen

20.Auf Wiedersehen

21.Schreiben Sie einmal!

22.Telefonieren

Anhang

Aufschriften

Beim Arzt

Die Biegung der Hauptwörter – Deklination

Die Biegung der persönlichen Fürwörter

Die Biegung der Zeitwörter

Die Mongolei und ihre Nachbarn

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DAS NEUE MONGOLISCHE ALPHABET UND SEINE AUSSPRACHE

Aufgrund des jahrzehntelangen russischen Einflusses wird in der Mongolei seit 1950 überwiegend das kyrillische Alphabet verwendet.

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1Nach a oft wie u gesprochen.

2Am Ende der Wörter wie k gesprochen: аймагajmak, Großbezirk; ЦэхэгZechek (Eigenname)

3Wird vor allem in Fremdwörtern gebraucht. In mongolischen Wörtern wird es meist jö“ ausgesprochen: есɵнjösön nenn; еренхий сайдjörönchij sajd, Premierminister.

4In Fremdwörtern auch wie franz. j in „journal“ gebraucht: ЖдановShdanow.

5In Fremdwörtern auch wie s in „Rose“ gebraucht: ЗамбезиSambesi.

6Zu Beginn des Wortes meist mit j-Vorschlag, d. h. wie ji“ gesprochen: ирэхjirech, kommen

7Wird als kurzes i gebraucht. Nach einfachen Vokalen verschmilzt es mit diesen zum Diphtong.

8Buchstaben, die mit einem Sternchen versehen sind, kommen in rein mongolischen Wörtern nicht vor, sondern werden nur in Fremdwörtern gebraucht.

9Nach Vokalen und am Wortende wird es gern nasaliert (= ng) gesprochen: анang, Wild.

10Zu Anfang der Wörter klingt es auch öfter wie h in „Haus“.

11Gebraucht vor ë und я im Inneren eines Wortes, um anzuzeigen, dass die vor dem harten Zeichen stehenden Buchstaben einen Komplex für sich bilden: авъяaw-ja, ich will nehmen; товъëгtow-jog, Inhaltsverzeichnis.

12Laut zwischen i und u: КрымKrim; РылььскийRul´skij; голын эрэгgolyn ereg, Flussufer.

13Gebraucht vor е und о im Inneren eines Wortes, um anzuzeigen, dass die vor dem weichen Zeichen stehenden Buchstaben einen Komplex für sich bilden: би ирьеbi ir´je, ich will kommen. Ferner verwendet zur Palatalisierung von Konsonanten, wie in морьmori, Pferd; хоньchoni, Schaf.

Für das Mongolische bedient man sich der kyrillischen Schreibschrift. y und ү werden hierbei dadurch unterschieden, dass у (u) den nach unten abschließenden Haken rund und nach links laufend, ү (ü) ohne Haken zeigt.

Lange Vokale (fast stets aus Kontraktionen alter Lautverbindungen nach Ausstoßung eines g entstanden) werden in der neuen Schrift durch Doppelschreibung des betreffenden Vokals bezeichnet: аа, ий, оо, ɵɵ, уу, үү, ээ.

Als Längen gelten aber auch ы, яа, ëо, юу, юү, еэ.

Als Diphtonge, die ebenfalls als lange Vokale gelten, erscheinen vor allem die Verbindungen: ай, ой, уй, үй, эй, иа, ио, иу.

Zu beachten ist die sogenannte Vokalharmonie (eine Erscheinung, die sich auch in den Turksprachen zeigt und sehr ausgeprägt im Jakutischen ist), nach der in einem Wort nur die („hinteren“) Vokale а, аа, о, оо, у, уу, ы oder nur die („vorderen“) Vokale е, ɵɵ, ү, үү, э, ээ und die entsprechenden, eine Art Diphtong bildenden Zusammensetzungen stehen können. Die Vokale и und ий bleiben indifferent. Nach dieser Regel richten sich auch die an das Wort tretenden Suffixe.

Betonung

Die Betonung wird nicht bezeichnet, weil es hierfür feste Regeln gibt:

a) Im allgemeinen liegt der Ton auf der ersten Silbe, ganz gleich, ob sie kurz oder lang ist: ахар áchar, kurz; дусал – dúsal, Tropfen; тээвэр – tééwer, Last.

b) Enthält ein Wort einen oder mehrere lange Vokale (bzw. Diphtonge), dann fällt der Akzent auf den ersten langen Vokal: түрүүн – türrüü n, zuerst; оруулах – orúúlach (jmdn.) einlassen; бололцоо(н) – bololzóó(n), Möglichkeit; баттайгаар – battajgáár, stark, fest; aber auch далай daláj, Ozean.

Silbentrennung

Die Silbentrennung ist im vorliegenden Sprachführer nach dem Vorbild der vorhandenen neuen mongolisch-russischen bzw. russisch-mongolischen Wörterbücher, d. h. nach Sprechsilben, vorgenommen worden. Lange, d. h. doppelt geschriebene Vokale sind nicht zu trennen. Steht im Inneren des Wortes vor е oder я ein hartes Zeichen oder vor е oder ю ein weiches Zeichen, so gehört bei einer Silbentrennung das harte bzw. weiche Zeichen noch mit zum ersten Bestandteil des Wortes: авъ-я – aw-ja, ich will nehmen; товъ-ëг – tow-jog, Inhaltsverzeichnis; би ирье – bi ir-je, ich will kommen.

Zahlwörter

Ordnungszahlen

Ordnungszahlen werden gebildet, indem man dem Grundzahlwort das Suffix дугаар – dugaar bzw. -дүгээр – dügeer anhängt (je nach der Vokalharmonie). Нэгдүгээр – negdügeer, der, die, das erste: гуравдугаар – gurawdugaar, der, die, das dritte; мянгадугаар – mjangadugaar, der, die, das tausendste usw.

Zahladverbien

Man bildet die Zahladverbien durch Anfügung von -t an das Ordnungszahlwort: нэгдүгээрт – negdügeert, erstens; хоëрдугаарт – chojordugaar, zweitens usw., oder an das Grundzahlwort: хоëрт – chojort, zweitens usw. „Erstens“ heißt auch нэгд – negd.

Die Abkürzungen für die Zahladverbien sind: 1-рт – erstens; 2-рт – zweitens usw.

Bruchzahlen

Bruchzahlen werden durch Ausdrücke wie наймны гурван (хувь) – najmnij gurwan (chuw´), von acht drei (Teile) = 3/8; аравны хоëр (хувь) – arwany chojor (chuw´), von zehn zwei (Teile) = 2/10 wiedergegeben.

Die Hälfte (1/2) heißt хагас – chagas; долоон цаг хагас – doloon zag chagas, 7 Uhr (und) 1/2 = ein halb acht Uhr.

Vervielfältigungszahlen

Durch Ansetzen des Suffixes -дахин – dachin bzw. дахин – dachin an das Grundzahlwort erhält man die Begriffe wie нэг дахин – neg dachin, einfach; хоëр дахин – chojor dachin, zweifach usw.

Wiederholungszahlen

Hängt man dem Grundzahlwort die Suffixe -таа, -тээ, -тоо, -тɵɵ  taa, tee, too, töö an, so erhält man eine Wiederholungszahl: нэгэнтээ – negentee, einmal; дɵрвɵнтɵɵ – dörwöntöö, viermal usw.

Man kann auch einfach dem Grundzahlwort das Wort удаа – udaa, Mal hinzufügen: нэг(эн) удаа – neg(en) udaa, einmal; хоëр удаа – chojor udaa, zweimal usw.

Gattungszahlen

Gattungszahlen ergeben sich durch Verbindung (Nachstellung) der Wörter янзын – jandsyn (gen) „der Form“ oder тɵрлийн – törlijn (gen) „der Sorte“ mit dem Grundzahlwort: нэг(эн) янзын – neg(en) jandsyn, einer Form, einerlei: хоëр янзын – chojor jandsyn, zweier Formen, zweierlei usw. oder нэг(эн) тɵрлийн – neg(en) törlijn, einer Sorte, einerlei; хоëр тɵрлийн – chojor törlijn, zweier Sorten, zweierlei usw. Es kann auch zwischen Grundzahl und янзын bzw. тɵрлийн noch ɵɵр – öör, „verschiedene“ treten.

Kollektivzahlen

Das Suffix -уул -uul bzw. үүл -üül tritt an das Grundzahlwort, welches dann auslautendes n und r abstößt: дɵрвүүл – dörwüül, zu viert; наймуул – najmuul, zu acht usw.

Verteilungszahlen

Zur Bildung der Verteilungszahlen werden dem Grundzahlwort die Suffixe -аад -aad, -оод -ood, -эдд -eed, -ɵɵд -ööd (nach langen Vokalen -гаад -gaad usw.) angehängt. Auslautendes n fällt wie üblich aus. Unregelmäßig sind nur: нэжээд – nedscheed (bwz. нэжгээд – nedschgeed) einzeln, etwa einer und хошоод – choschood, zu je zwei, etwa zwei; sonst regelmäßig: гурваад – gurwaad, zu je drei, etwa drei; дɵрвɵɵд – dörwööd, zu je vier, etwa vier: түмээд – tümeed, zu je zehntausend, etwa zehntausend usw.

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SPRACHLICH ÜBERLEBEN IN MONGOLISCH

1MONGOLISCH SPRECHEN