Ruth Junker

Gedichte
über
Menschen der Bibel

Inhaltsverzeichnis

Abraham

Adam und Eva

Ananias und Saphira

Bartimäus

Bileam

Daniel

David

Der Finanzminister aus Äthiopien

Der Jüngling zu Nain

Der Kranke am Teich Bethesda

Elia

Emmausjünger

Esther

Gideon

Hanna und Samuel

Henoch

Hiob

Hiskia

Jakob und Esau

Jeremia

Jesaja

Jesus

Jesus und die Frau am Jakobsbrunnen

Johannes der Täufer

Jona

Josef

Josua

Judas

Kain und Abel

König Josia

Maria und Martha

Mose

Nabot

Naemann

Nikodemus

Noah

Petrus

Rahab

Rebekka

Ruth

Salomo

Saulus – Paulus

Tabita

Thomas

Zacharias

Zachäus

Abraham

Glauben und Vertrauen, das kannte man von dir,
auch wir möchten, dass man solchen Glauben bei uns findet hier.

Wenn man bedenkt, du gingst aus deinem Heimatland fort,
und das nur, weil du glaubtest an Gottes Wort.

Gehorsam warst du, gingst ohne zu wissen wohin,
nahmst deinen ganzen Clan mit- sie sollten mit dir ziehn.

Auch dein Neffe Lot war mit dabei,
mit ihm erlebtest du auch so mancherlei.

Deine Frau Sarah, sie war schön von Angesicht,
doch leider hatte sie noch kein Kind- ihr fast das Herze bricht.

Eure Reise dauerte lange- ihr wart mal hier und mal dort,
aber immer an einem anderen Ort.

Was musstet ihr alles überstehn,
wurdet von einem fremden König gesehn.

Aus Angst vor dem König, wer hätte das gedacht,
hast du deine Frau kurz zu deiner Schwester gemacht.

Den König bestrafte Gott mit Krankheit, weil er Sarah zu seiner Frau nahm.

Lieber Abraham, das hättest du besser nicht getan.

Deine Frau bekamst du wieder zurück,
ihr musstet über die Grenze ein ganzes Stück.

Langsam wurdet ihr alt, dachtet vielleicht schon ans Sterben,
aber ihr hattet immer noch keinen Erben.

Gott hatte doch versprochen, deine Nachkommen sollten so zahlreich sein wie die Sterne am Himmel.

Doch es war nichts zu sehen von solchem Gewimmel.

Weil kein Nachkomme war zu sehn,
schliefst du mit der Magd Hagar - so könnte es auch gehen.

Einen Sohn bekamt ihr - er war eine Pracht,
doch leider hat er euch später Ärger gemacht.

Sarah in hohem Alter bekam tatsächlich noch einen Sohn,
für alles Warten hattet ihr nun den Lohn.

Isaak, so habt ihr ihn genannt,
er war in eurer ganzen Sippe bekannt.

Aber die beiden Brüder verstanden sich nicht gut,
oftmals hatten sie Streit, es gab böses Blut.

So musste Hagar mit ihrem Sohn Ismael gehen,
ihr werdet sie vielleicht nie wieder sehen.

Euer Gott, er ließ sie nicht alleine,
half ihnen in der Wüste wieder auf die Beine.

Abraham, du warst ein sehr reicher Mann,
hättest bestimmt für deinen Herrn alles getan.

Dann sprach Gott zu dir, du sollst ihm dein Liebstes geben,
deinen Sohn solltest du opfern, ihm nehmen sein Leben.

Wie schwer war dir Abraham da ums Herz,
wir können mitfühlen deinen Schmerz!

Deinen Sohn und Erben solltest du geben her,
oh Gott, das ist doch viel zu schwer!

Abraham war gehorsam, Gott konnte es sehen,
auch wenn der Weg unsagbar schwer war, er würde ihn gehen.

Als er seinen Sohn auf dem Altar festband
und hielt das Messer schon in der Hand,
da sah Gott seinen großen Glauben,
nein, seinen Sohn würde er ihm nicht rauben!

Dankbar und erleichtert kehrte Abraham wieder zurück,
er durfte seinen Sohn behalten, o welch ein Glück!

Gott wollte Abrahams Gehorsam belohnen,
ihm wurden noch viele Nachkommen geboren.

So zahlreich wie die Sterne am Himmel und der Sand am Meer,
werden seine Nachkommen - darüber freute sich Abraham sehr!

Einen Glauben wie Abraham, den bräuchten auch wir,
dann würde es uns besser gehen auf Erden hier.

Adam und Eva

Adam, als erster Mensch durftest du im Paradiese leben,
Gott hatte dir so viel Schönes gegeben.

Es muss einfach wunderschön gewesen sein,
Gott ging bei dir aus und ein.

Du konntest mit ihm sprechen und ihn sehen
und auch ein Stück mit ihm gehen.

Paradiesische Zustände, das wünschen wir uns auch heut,
da wäre unser Herz sicherlich erfreut.

Doch leider wird es nie mehr so werden, jedenfalls nicht bei uns auf Erden.

Im Paradies gab es alles was man sich denken konnte
und auch zu essen so viel man wollte.

Alle Tiere bei dir waren zwei und zwei,
da dachtest du dir was dabei.

Du wolltest auch nicht bleiben allein,
jemand sollte bei dir sein.

Gott, er kannte dein Verlangen,
er machte die Eva, du bliebst an ihr hangen.

Nun wart ihr zu zweit - es war wunderschön,
so könnte es immer weiter gehn.

Gott kam zu euch in den Garten, er musste euch etwas sagen,
von dem Baum der Erkenntnis solltet ihr nicht zu essen wagen.

Denn wenn ihr davon esst müsst ihr sterben,
und das wäre euer Verderben.

Ihr wart gehorsam, es hatte alles gut geklappt,
bis durch der Schlange List die Falle zuschnappt.

Als Eva durch den Garten lief,
da hörte sie die Schlange, die nach ihr rief.

Eine Schlange, wer hätte das gedacht,
redete zu Eva lieblich und sacht.

Hatte Gott gesagt, ihr dürft von den Bäumen nichts essen?

Ach Eva, das kannst du ganz schnell vergessen.

Wir dürfen von allen Bäumen essen, nur von diesem sollen wir die Finger lassen.

Die Schlange zischte, ist das denn zu fassen.

Wenn ihr davon esst, werdet ihr so klug wie Gott sein und wissen was gut und böse ist.

Das ist doch gut für euch, dass ihr das nur wisst.

Eva ließ sich von der Schlange verführen,
sie wollte die Frucht doch nur probieren.

Sie fasste die Frucht und biss hinein,
ach Eva warum lässt du das nicht sein?

Adam kam auch durch den Garten daher,
ihm gab sie die Frucht, er aß auch davon, das freute sie sehr.

Doch etwas ist nun mit ihnen geschehen,
sie waren nackt, das haben sie gesehen.

Da wollten sie sich nur noch schnell verstecken,
damit sie Gott nicht würde entdecken.

Aber Gott rief: “Adam, wo bist du?“
Da hatte Adam im Versteck keine Ruh.

Gott ruft auch uns, dich und mich,
wenn wir auf ihn hören, dann freut er sich.

Aus Scham traute sich Adam nicht zu Gott hin,
das war das Ende vom schönen Beginn.

Adam und Eva, warum habt ihr das nur getan?

Auch wir haben darunter zu leiden fortan.

Ihr habt die Sünde in die Welt gebracht,
weil ihr nicht auf Gottes Wort hattet acht.

Zur Strafe konntet ihr nicht mehr im Paradiese bleiben,
ihr musstet wegen eures Ungehorsams leiden.

Für euren Lebensunterhalt musstet ihr nun selber sorgen, fragtet euch vielleicht manchmal, was essen wir morgen?

Mühe und Arbeit war nun euer Lebenein
Paradies für euch wird es nie wieder geben.

Ananias und Saphira

Ananias und seine Frau sich zu den Christen zählten,
sie hatten Jesus als ihren Herrn, keinen anderen sie wählten.

Der Zusammenhalt unter den Christen war groß,
sie nutzten alles gemeinsam, ließen sich nicht los.

Sie hielten zusammen, nahmen sich einander an,
für uns wäre das auch gut, würde es öfters getan.

Verkaufte jemand etwas von seinem Besitz,
konnte er das Geld den Aposteln geben.

Sie gaben es an die Armen weiter- damit sie konnten besser leben.

Ananias und seine Frau ein Grundstück verkauften, sie behielten etwas von dem Geld, sie sich das erlaubten.

Sie dachten, keiner merkt es wenn wir nicht alles bringen,
mit dem Rest sie etwas für sich selber anfingen.

Eigentlich hatte keiner was von ihnen verlangt,
aber ihr Herz dabei doch etwas krankt.

Ananias brachte das Geld dem Petrus dar,
der merkte natürlich, dass es nicht alles war.

Etwas von dem Geld hast du unterschlagen,
da muss ich ein ernstes Wort dir sagen.

Warum wolltest du Gott betrügen?

In deinem Herzen tatest du lügen.

Wenn du nicht gerne etwas gibst, brauchst du nichts in den Opferkasten legen,
nur was du gerne gibst wird auch zum Segen.

Als Ananias hörte, er hätte Gott betrogen, brachen über ihn herein der Schuldgefühle Wogen.

Tot ist er dann umgefallen,
das Entsetzen stand im Gesicht bei allen.

Zum Begraben trugen ihn einige junge Männer hinaus,
für Ananias war sein Leben nun aus.

Saphira, die noch nicht wusste was geschehen,
wollte nun auch in die Gemeinde gehen.

War das alles Geld, das ihr bekommen hattet, so Petrus fragte, mal sehen ob sie die Wahrheit sagte.

Doch Saphira antwortete, ja alles es war,
sie hatte gelogen, das war jetzt allen klar.

Wie konntet ihr nur Gottes Geist betrügen?

Und so unglaublich, auch noch lügen?

Saphira stürzte nun auch noch um,
wegen einer Lüge- das war ganz schön dumm.

Allen fuhr der Schreck in die Glieder,
hoffentlich erleben sie so etwas nie wieder.

Für uns wäre es auch besser, wir würden die Lüge meiden, auch wenn wir nicht gleich tot umfallen oder anderes leiden.

Aber unser Gewissen uns doch anklagt,
hätten wir doch besser die Wahrheit gesagt.

Jesus hatte gesagt: “Ich bin der Weg,
die Wahrheit und das Leben,
niemand kommt zum Vater, denn durch mich!“

Immer die Wahrheit zu sagen, das wäre schon gut,
doch manchmal braucht man dazu auch Mut.

Ohne Wahrheit kann man keinem mehr trauen,
deshalb lasst uns getrost auf Jesus schauen.

BartimäusMarkus 10, 46-52

Bartimäus, wenn ich daran denke was wir alles sehen
und du musstest blind durch das Leben gehen.

Da man für dich keine Arbeit
fand, musstest du sitzen am Straßenrand.

Deine Tage brachtest du mit Betteln zu,
bis du dich legen konntest zur Ruh.

Und das war jeden Tag das Gleiche,
sicher dachtest du, vielleicht kommen vorbei auch mal Reiche.

Wenn sie dir nur etwas geben,
du brauchtest ja alles um zu leben.

Manchmal hattest du sicher nicht viel zu essen,
weil man dich am Straßenrand hatte vergessen.

Wie immer warst du am Straßenrand,
doch du hörtest etwas, warst wie gebannt.

Viele Leute müssen da sein,
plötzlich warst du nicht mehr allein.

Auch hattest du viele Stimmen vernommen,
Jesus er sollte vorbei kommen.

Von Jesus hattest du schon gehört und dass er sich an keinem Menschen stört.

Auch dass er heilen kann war dir bekannt,
deshalb hast du dich den Menschen zugewandt.

Mit lauter Stimme riefst du dann,
dass man dich weithin hören kann.

„Jesus du Sohn Davids, hab Erbarmen mit mir!“

Doch die Menschen sagten, halt den Mund, zu dir.

Aber du riefst noch viel lauter,
dein Schreien ging durch Mark und Bein,
Die Leute sagten, lass das Schreien sein.

Aber Jesus sah dich und sagte: “Komm her zu mir!“

Bartimäus wurde geführt bis er stand vor dir.

Jesus fragte: “Warum hast du nach mir gerufen?“

Doch du brauchtest keine Antwort suchen.

„Herr, ich möchte sehen können“, das hast du gesagt,
ich hätte das auch an deiner Stelle, hätte man mich gefragt.

Jesu Antwort war: “Geh! Dein Glaube hat dich geheilt!“

Du konntest sehen, bist Jesus nachgeeilt.

Wenn Jesus uns ruft, was antworten wir?

Wollen wir mit Jesus gehen jetzt und hier?

Der blinde Bartimäus, seine Chance war Jesus, er hatte nicht
aufgegeben mit Schreien.

Manchmal müssen wir unsere Not wie Bartimäus zu Jesus schreien,
gebt nicht auf lasst es nicht sein.

Er wird dich hören ganz sicherlich,
und er weiß einen Weg auch für dich.

Bileam

Bileam war ein Magier aus dem Moabiterland,
er war sogar dem König bekannt.

Wenn man ihn brauchte wurde er gerufen,
man brauchte nicht lange nach ihm zu suchen.

Das Volk Israel zog schon lange umher,
sie wurden mächtiger, es wurden immer mehr.

König Balak hörte, dass sie im Kampf gegen die Amoriter Sieger waren
und jetzt um sein Land sich scharen.

Er wollte nicht dass sie in sein Land kamen
und ihnen womöglich alles nahmen.

Deshalb schickte er vornehme Fürsten zu Bileam hin,
er sollte das Volk Israel verfluchen- das machte doch Sinn.

Bileam sagte zu den Männern, sie könnten über Nacht bleiben,
er würde mit Gott reden, der würde ihm schon sagen, was er sollte treiben.

Und Gott sprach zu Bileam, du darfst nicht mit ihnen gehen,
das Volk ist gesegnet, du kannst es nicht verfluchen, das müssen sie verstehen.

Aber König Balak als man ihm die Nachricht brachte,
er nicht lange darüber nachdachte.

Noch vornehmere Fürsten tat er zu Bileam schicken,
die könnten die Sache besser überblicken.

Wieder hatte Bileam sie über Nacht eingeladen,
er würde mit Gott reden, vielleicht wäre es ja nicht ihr Schaden.

Wenn König Balak mir auch noch so viel Schätze würde geben,
so könnte ich nur das tun was Gott sagt und würde nichts nehmen.

Er sollte mit ihnen gehen, so hatte Gott gesagt, deshalb Bileam mit ihnen den Weg wagt.

Aber reden könnte er nur was Gott wollte,
auch wenn es etwas anderes sein sollte.

Bileam sattelte seine Eselin dass er auf ihr ritt,
vielleicht waren sie jetzt ja auch zu dritt.

Plötzlich blieb die Eselin stehen,
sie wollte einfach nicht mehr weiter gehen.

Er schlug auf seine Eselin ein,
ach Bileam, musste das denn sein?

Einen Engel mit Schwert hatte die Eselin gesehen,
deshalb blieb sie schon wieder stehen.

Bileam schrie und schlug sie wieder, ja,
ganz viel Schläge prasselten auf sie nieder.

Weiter ging es, der Weg wurde jetzt ganz schmal,
Bileams Strecke führte da durch, er hatte keine andere Wahl.

Doch wieder lief die Eselin keinen Schritt mehr weiter
und Bileam schlug sie wieder er wurde nicht gescheiter.

Wie ein Märchen klingt es, es ist nicht zu fassen,
Gott hatte die Eselin sprechen lassen:

„Bileam, warum hast du mich so oft geschlagen?

Das wollte ich die ganze Zeit schon fragen!“

Doch Bileam voller Wut und Empörung, er hatte sich nicht mal
was dabei gedacht,
er hätte seine Eselin am liebsten umgebracht.

Nun öffnete der Herr Bileam die Augen, damit er konnte klar erkennen,
den Engel mit Schwert, wenn er könnte, würde er sicher davon rennen.

Vor dem Engel warf er sich zu Boden, vielleicht dachte er,
er gehöre jetzt bald zu den Toten.

Der Engel fragte: “Warum hast du deine Eselin dreimal geschlagen?

Sie hat dein Leben beschützt das wollte ich dir sagen!“

Bileam sagte zu dem Engel:“ Ich kehre wieder um wenn es dir nicht gefällt,
gehe wieder heim in meine Welt.

Einverstanden war der Engel damit nicht,
er sollte weiter gehen und reden was er zu ihm spricht.

Balak voller Ungeduld auf ihn wartet,
er hoffte, dass er mit dem Fluchen gleich startet.

Auf eine Anhöhe sind sie gegangen,
dort könnte er mit dem Fluchen gleich anfangen.

Doch zuvor stellten sie sieben Altäre auf
und opferten sieben Stiere und sieben Schafböcke darauf.

Das hatten sie jedes mal so getan,
bevor Bileam mit dem Fluchen sollte fangen an.

Aber war das denn zu fassen was Bileam tat,
er segnete das Volk Israel auf seine Art.

König Balak dachte, was mach ich denn nun,
so etwas sollte Bileam doch nicht tun.

Vielleicht müssen wir auf einen höheren Berg hinauf,
dann hat es Bileam vielleicht besser drauf.

Bileam, er teilte wieder den Segen aus,
das war für den König echt ein Graus.

Noch einmal wollte er es mit Bileam probieren,
es musste doch klappen, er wollte es riskieren.

Voll Spannung der König auf Bileam schaute,
weil er Bileam nicht mehr ganz traute.

Im Stillen dachte er, jetzt wird er beginnen
und einen Fluch über seine Lippen bringen.

Doch Bileam redete was der Engel wollte,
auch wenn er für den König etwas anderes sagen sollte.

So wurde das Volk zum dritten mal gesegnet,
manchmal geht es so, wenn einem Gott begegnet.

Wie der König Balak können wir Gottes Pläne mit uns nicht verstehen,
er wünscht sich aber, dass wir trotzdem seine Wege gehen.

Auch wenn es uns schwer fällt uns darunter zu beugen,
vielleicht werden wir dadurch zu seinen Zeugen.

Eines ist sicher er wird immer mit uns gehen,
auch wenn wir nicht alles verstehen.