Bergische Bahntrassen Routen- und Blattübersicht

Legende / Zeichenerklärung

Inhaltsverzeichnis:

Einleitung

Kartenübersicht Bergischer Panorama-Radweg

Zum Gebrauch des ADFC-Radausflugsführers

Tour 1: Von der Ruhr ins Bergische Land – Niederbergbahn (52 km)

Tour 2: Von Ruhr zur Ruhr – Kohlenbahn & Elbschetalbahn (55 km)

Tour 3: Über die Nordbahn durch Wuppertal nach Schee (49 km)

Tour 4: Rund um Solingen und Haan – Korkenziehertrasse (30-55 km)

Tour 5: Von den Tigern in den Urwald – Sambatrasse (14 km)

Tour 6: Von der Tuchmacherstadt ins Rheinland – Balkantrasse (29 km)

Tour 7: Rund um Remscheid – Balkantrasse (35 km)

Tour 8: Von Leichlingen nach Wermelskirchen und zurück – Balkantrasse (43 km)

Tour 9: Rund um die Große-Dhünn-Talsperre – Balkantrasse und Alleenradweg Wasserquintett (68 km)

Tour 10: In der Mitte des Naturparks Bergisches Land – Alleenradweg Wasserquintett (48 km)

Tour 11: Aus dem Bergischen ins Sauerland (37,5 km)

Touristinformationen

Fahrradservice

Bett & Bike-Betriebe

Einleitung

Brücke der Nordbahntrasse

Bergische Bahntrassen

Liebe Radlerinnen und Radler,

War das Bergische Land früher als Naherholungsgebiet hauptsächlich für Wanderer und für Biker bekannt, entdecken zunehmend Radfahrer diese abwechslungsreiche Region für sich. Selbst die Kölner, bisher eher zur Eifel auf der „richtigen“ Rheinseite neigend, nehmen den Landstrich vor Ihrer Haustür verstärkt als Freizeitgebiet wahr.

Beigetragen haben dazu mehrere Entwicklungen. Der Umbau stillgelegter Bahntrassen mit geringen Steigungen zu touristisch angelegten Radwegen hat einer Erschließung mit dem Rad einen großen Schub gegeben. Der mit hohem bürgerschaftlichen Engagement betriebene Ausbau ermöglicht es erstmals, komfortabel und sicher längere Touren durch die reizvolle Landschaft zu fahren!

Das Angebot an erschwinglichen und technisch hochwertigen Fahrrädern mit oder ohne Antriebshilfe bietet zudem auch weniger sportlichen Menschen die Chance, bergige Touren gut zu bewältigen. Und nicht zuletzt ist es dem Strukturwandel zu verdanken, dass in den letzten Jahrzehnten eine Renaturierung der Flüsse durchgeführt werden konnte. Erst so konnte sich der Tourismus in dem wasserreichen Gebiet überhaupt erfolgreich gegen die klassischen Radregionen behaupten.

Natur und Kultur des Bergischen Landes

In dem großen Naturpark Bergisches Land wird das symbiotische Miteinander von Natur- und Kulturraum konsequent angestrebt. Durch die Besiedelung und landwirtschaftliche Nutzung ist hier eine Mischung aus Feldern, Streuobstwiesen, kleineren Waldgebieten, etlichen Talsperren und malerischen Bachtälern bzw. Siepen entstanden. Diese gilt es nun gegen Umweltsünden und invasive Pflanzen (nicht nur der wuchernden Wupperorchidee) an Flussläufen und Brachen zu erhalten.

Das Kulturelle Vermächtnis erscheint weniger bedroht. Die typischen architektonischen Kennzeichen des Bergischen (Dreiklang aus Fachwerk, grüne Fensterläden, weiße Laibungen sowie Schiefer und Bruchstein) werden im Gegenteil liebevoll gepflegt und sind das Markenzeichen des Landes. Hierzu gehören für Ausflügler natürlich die beliebten Waffeln und die traditionelle Bergische Kaffeltafel met allem dröm un dran. Über eine angemessene Erinnerung an die (vor)industrielle Zeit kann man sich angesichts der historischen Informationstafeln am Weg und Museen nicht beklagen. Bei einer Beschäftigung damit wird deutlich, welche Arbeit an der Wupper (dem „fleißigsten Fluss Deutschlands“) und den anderen Wasserkraftlieferanten im Lauf der Geschichte vollbracht wurden.

Charakteristik der Touren

Die Rundtouren und die eine Streckentour sind zwischen 15 und 70 km lang und können jeweils an einem Tag gefahren werden. Alle Touren verlaufen sowohl über alte Bahntrassen als auch über verkehrsarme kleinere Straßen, Wirtschafts- und Waldwege. Gelegentlich ist eine Hauptstraße dabei.

Es handelt sich also nicht um reine Bahntrassen-Touren. Der Anteil der Strecke, der jeweils über alte Bahntrassen verläuft, liegt dabei zwischen 21% (Tour 7) und 86% (Tour 6). Dies sind also die Abschnitte, auf denen Steigungen zwar vorkommen, aber mit bis zu 2% sehr moderat ausfallen – zusammen mit der Verkehrsfreiheit das Wohlführargument des Bahntrassenradelns. Es ist klar, dass abseits dieser Trassen dann Steigungen vorkommen, die aber mit Kraft, Watt oder Zeit gut zu bewältigen sind.

Für diejenigen, die das nicht möchten und statt einer Rundtour lieber reines Bahntrassenradeln suchen: in den Karten sind die Bahntrassenabschnitte extra gekennzeichnet! So kann man sich wenn gewünscht auf diese Abschnitte konzentrieren und diese z.B. auch als Streckentour zurücklegen.

Denn anders als vor und wieder zurück geht es leider nicht, wenn man ausschließlich auf alten Bahntrassen unterwegs sein möchte. Da dies jedoch irgendwann langweilig werden kann, besteht einer der großen Mehrwerte dieses Radführers in der Einbindung der Bahntrassen in erlebnisreiche Rundtouren. Und um es noch interessanter zu machen, gibt es zu diesen auch noch Abstecher und Varianten.

Die GPX-Tracks enthalten alle Touren inklusive der Abstecher und Varianten. In GPS-Seminaren des Autors (ADFC-Duisburg) kann die Planung von weiteren Touren am PC erlernt werden.

Start und Ziel liegen, wo es möglich ist, an Bahnhöfen. Das Dilemma mit den Bahntrassen ist natürlich, dass (wohl zum Glück) nicht gleichzeitig ein Betrieb mit Fahrrädern und Bahnen machbar ist. Daher fungieren ebenso Parkplätze als Ausgangsbasis. Allerdings sind alle Touren von einem Bahnhof aus über andere Streckenabschnitte erreichbar.

Viel Vergnügen bei der Entdeckung des vielfältigen Bergischen Landes wünscht Ihnen nun

Ihr Peter Flesch

An- und Abreise mit der Bahn

Bei den Starts an Bahnhöfen bietet sich die Hin- und Rückfahrt mit den Bahnen des VRR (und VRS) an:

Tour 1: S6 von Essen nach Düsseldorf

Tour 2: S3 von Essen nach Hattingen

Tour 3 – 6: die S8, S9, RE4 und RE13 über Wuppertal-Vohwinkel

Tour 6, 7 und 9: die S7 von Wuppertal nach Solingen

Tour 8: die RB48 von Köln nach Wuppertal

Tour 10 + 11: die RB25 von Köln nach Marienheide

In den Mehrzweckabteilungen aller Züge ist eine Fahrradmitnahme vorgesehen, wenn diese nicht zu voll sind. Wer im VRR ein Ticket2000 besitzt, hat am Wochenende in der Region Süd freie Fahrt inklusive Rad und darf einen Erwachsenen und drei Kinder mitnehmen. Die Mitfahrer brauchen nur ein Zusatzticket für ihr Rad pro Fahrt oder besser für den ganzen Tag. In Gruppen bis zu fünf Personen könnte sich der Erwerb eines NRW-weiten Tickets lohnen. Weitere Informationen erhalten Sie bei der Bahn (01805 / 99 66 33; 014 € pro Min. aus dem Festnetz) bzw. unter www.bahn.de/bahnundbike. Der Fahrgastverband PRO BAHN hilft kompetent und neutral bei speziellen Fragen oder Problemen (0203 / 398 16 98) bzw. unter www.probahn-nrw.de.

Ergänzendes Kartenmaterial:

 ADFC-Regionalkarte Bergisches Land/Köln/Düsseldorf, 1:75.000, ISBN 978-3-87073-677-4

 ADFC-Regionalkarte Ruhrgebiet West, 1:50.000, ISBN 978-3-87073-626-2

 ADFC-Regionalkarte Ruhrgebiet Ost, 1:50.000, ISBN 978-3-87073-625-5

 ADFC-Radausflugsführer Alte Bahntrassen im Sauerland, 1:50.000, ISBN 978-3-87073-611-8

 ADFC-Radausflugsführer Ruhrgebiet West, 1:50.000, ISBN 978-3-87073-590-6

 ADFC-Radausflugsführer Ruhrgebiet Ost, 1:50.000, ISBN 978-3-87073-583-8

Regionalkarten auch als App für iPhone und iPad: www.fahrrad-buecher-karten.de/rk-digital

Übersicht Bergischer Panorama-Radweg

Handhabung des Radausflugsführers Bergische Bahntrassen

Zum Gebrauch des ADFC-Radausflugsführers

Der ADFC-Radausflugsführer besteht inhaltlich aus den jeweiligen Tourenvorschlägen und einem gesammelten Anhang mit Adressen von Touristinformationen, Fahrradwerkstätten und Bett+Bike-Übernachtungsbetrieben.

Jeder Tourenvorschlag besteht aus jeweils

 einer Tourenübersichtsseite,

 einer touristischen Tourenbeschreibung mit Informationen zu Sehenswürdigkeiten,

 einem Kartenteil mit dazu passenden, detaillierten Wegbeschreibungen.

Abgerundet wird alles durch den praktischen Komfort-Umschlag und die kostenlosen GPS-Track-Daten.

Tourenübersicht
(je 1x proTour)

Diese Seite bietet Ihnen Kurzinfos zur jeweiligen Tour. Sie besteht aus einer Kartenskizze mit Kilometrierung und einer Übersichtstabelle mit Infos zu Tourenlänge, Anfahrt, Beschilderung, Wegbeschaffenheit und Steigungen.

Touristische Tourenbeschreibung (je 1x proTour)

Dieser Teil dient der Tourenvorbereitung bzw. -auswahl. Er beschreibt den Tourenverlauf in groben Zügen mit besonderem Augenmerk auf die Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke. Er soll Ihnen einen Einblick geben, was diese Tour erlebenswert bzw. erfahrenswert macht.

 Der Text ist übersichtlich nach Orten und Sehenswürdigkeiten strukturiert. Die roten Sehenswürdigkeits-Nummern bilden dabei die perfekte Orientierung und Verbindung zu Karten und Wegbeschreibungen (s.u.).

 Informationen zum Routenverlauf sind hier bereits skizziert – für Details gibt es den folgenden Abschnitt zu jeder Tour:

Kartenteil + Wegbeschreibung (je 1x pro Tour)

Dieser Teil dient der optimalen Orientierung und Navigation während der Tour. Die hier platzierten exakten Karten 1:50.000 (Stadtpläne 1:15.000) und detaillierten Wegbeschreibungen sind immer innerhalb einer Doppelseite passend zueinander angeordnet. Somit entfällt lästiges Hin- und Herblättern zwischen Karte und Wegbeschreibung! In die meisten handelsüblichen Lenkertaschenhüllen passt der Radausflugsführer im aufgeschlagenen Zustand.

Damit Sie nicht an den naheliegenden Sehenswürdigkeiten vorbeiradeln, sind diese nochmals in der Wegbeschreibung aufgeführt. Anhand der roten Sehenswürdigkeits-Nummer können Sie gezielt im touristischen Tourenbeschreibungsteil (s.o.) die dazugehörenden Informationen nachschlagen.

 Die Farbe der Radroute stellt deren Status dar: rot = Hauptroute, orange = Varianten und Abstecher.

 Die Form der Radrouten-Linie stellt die Wegeoberfläche und die Kfz-Belastung dar (stark, mäßig oder wenig/gar nicht befahren, Asphalt, Waldwege, schlechte Oberfläche – siehe Legende).

 Die Hauptroute ist in Karte und Wegbeschreibung mit einer fortlaufenden Kilometrierung versehen.

 Sowohl Haupt- als auch Nebenrouten sind mit Steigungspfeilen versehen.

 Die Übernachtungsbetriebe, die nach den strengen Bett+Bike-Richtlinien des ADFC zertifiziert sind, sind in der Karte mit Symbol und Nummer dargestellt (1 ), anhand derer sich der Betrieb im Übernachtungsverzeichnis (s.u.) wiederfinden lässt.

 Schwarze Nummern (Orientierungspunkte) verbinden Wegbeschreibung und Karte.

 Rote Nummern (Sehenswürdigkeitspunkte) weisen darauf hin, dass diese Sehenswürdigkeiten in der touristischen Tourenbeschreibung (s.o.) näher beschrieben werden.

Adressverzeichnis

Hier finden Sie Adressen von Touristinformationen, Fahrradwerkstätten und Übernachtungsbetrieben.

Das Übernachtungsverzeichnis beinhaltet Adressen, Telefonnummern, Internetadressen und Preiskategorien. Die Bett+Bike-Betriebe sind sortiert nach Orten und sind zusätzlich mit einem entsprechenden Symbol und einer Nummer (1 ) gekennzeichnet – ein schnelles Wiederfinden in der Karte garantiert. Wir empfehlen immer, vorm Ansteuern eines Übernachtungsquartiers dort anzurufen, da hin und wieder Betriebe ausgebucht sind oder nicht mehr existieren.

Komfort-Umschlag

Der Umschlag des ADFC-Radausflugsführers verfügt über zwei praktische Klappen mit oft benötigten Informationen – vor und während Ihrer Tour:

 Obere Umschlagklappe mit Tourenübersicht: diese dient der großräumigen Orientierung. Hier sind alle Touren sowie Bahnhöfe und wichtige Sehenswürdigkeiten eingetragen.

 Untere Umschlagklappe mit Kartenlegende. Hier ist die Zeichenerklärung jederzeit schnell zu finden – und kann auch als praktisches Lesezeichen verwendet werden!

GPS-Track-Download

Mit dem Code BEBAHN-03-815-293-RA können Sie sich unter www.fahrrad-buecher-karten.de die zum Radführer passenden gpx-Tracks kostenlos herunterladen.

Musterkartenausschnitt