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Karl Schön

Schlummernde Potentiale

Wert und Sinn, Teil XV


Meiner Frau Amanda gewidmet.


BookRix GmbH & Co. KG
80331 München

Schlummernde Potentiale - 1. Buchbesprechungen

 

 

1.1. Ernst Jünger, Grenzgänge

 

Beim Blättern in alten Akzente-Heften fiel mir ein Prospekt des Klett-Verlags in die Hand. Im Herbst 1966 wurde Ernst Jüngers Meditationen "Grenzgänge" angeboten. Der Verlag bezeichnete die darin abgedruckten Aufsätze als "Ausflüge an die Grenze des Wissens und der sichtbaren Welt, die über die belebte und unbe-lebte Welt hinaus - und bis in die das Reich der Träume und Toten führen." Walter Schmiele rezensierte das Buch wie folgt: "Unter den lebenden deutschen Schriftstellern ist Ernst Jünger einer der wenigen, deren Beitrag zur deutschen Literatur zugleich Welt-literatur in der vollen Bedeutung des Wortes repräsentiert. Dafür gibt es objektive Kriterien. Einmal: Schriften Ernst Jüngers wurden in fast alle Weltsprachen übersetzt. Zweitens: sein Werk hat in Deutschland, Frankreich, Italien, Südamerika und der gesamten englisch sprechenden Welt eine aus Monographien, Dissertationen und Zeitschriftenaufsätzen bestehende Sekundärliteratur hervor-gerufen, wie sie zur Zeit kein zweiter Autor aufzuweisen hat. Mit dem Oeuvre Ernst Jüngers hat sich die Generation auseinander-gesetzt und dabei ein klareres Bewusstsein der eigenen Lage gewonnen."

 

Im gleichen Prospekt bespricht Heinz Piontek das Buch "Rhythmus und Sprache im deutschen Gedicht" von Friedrich Georg Jünger, dem bereits verstorbene Zwillingsbruder des Centenars Ernst Jünger.

 

1.2.

Bei Eichendorff fand ich das tiefsinnige Wort:

"Was hilft dir der schönste gemalte oder natürliche Frühling! Aus dir selbst muss doch die Sonne das Bild bescheinen, um es zu beleben."