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Lichtwolf Nr. 39 (


Lichtwolf Nr. 39 ("Jenseits des Menschen")


1. Aufl.

von: Timotheus Schneidegger, Michael Helming, Georg Frost, Der Bdolf, Ní Gudix, Marc Hieronimus, Jürgen Nielsen-Sikora, Stefan Rode

3,99 €

Verlag: Catware.net
Format: EPUB
ISBN/EAN: 9783941921184
Sprache: deutsch
Anzahl Seiten: 138

Dieses eBook erhalten Sie ohne Kopierschutz.

Beschreibungen

Alles Streben des Menschen zielt, wie es scheint, jenseits seinesgleichen - und jenseits des Menschen erwarten ihn u.a. die Unter-, Über- und Unmenschen. Mindestens so interessant sind das Streben selbst und die Wege, die es nimmt.

In der Einleitung zum Titelthema "Jenseits des Menschen" werden aktuelle transhumanistische Tendenzen vorgestellt. Sodann untersucht Marc Hieronimus die Ränder des Humanismus, um Antworten auf die kantische Frage nach dem Menschen zu finden. Bdolf führt die Jugend gewohnt behutsam ans Thema heran bzw. treibt ihr den Speziesoptimismus aus. Wie sehr das Transzendieren des Menschen eine anthropologische Selbstbeschäftigung ist, zeigt Wolfgang Schröders Essay, auf den die Frage von Crauss. folgt, ob Sie das Gefühl kennen, das einen an der Infotheke des Jenseits ereilt. Nach Fußball und Ficken ist die Wissenschaft des Menschen drittliebste Beschäftigung, mit der er sich über sich selbst hinwegtröstet, so die Polemik von Ní Gudix. Im folgenden Dessin zeigt Mirko Stehr, wie sehr das menschliche Selbstbild von neolithischem Schabernack geprägt ist. Das IPuP kennt die Zecke als Kunstwerk und erklärt, wie man mit Deleuze, Guattari und einer handvoll Kunst zum Tier werden kann. Johannes Witek legt den Anwendungsfall vor, indem er Wien, seine Gerichtssäle und Schlachtvieh bedichtet. Wenn Sie glauben, Zombies an sich seien schon schlimm genug, sorgt Bdolfs Rapport von der "Duesenberg-Krankheit" für die Extraportion Angstlust. Überhaupt kann "Jenseits des Menschen" auch als Ortsangabe verstanden werden, wie Michael Helming es getan und Foucault, Vergil und Dante als Reiseführer der Heterotopien befragt hat. Mittendrin ist es allerdings schon jenseits des Menschen genug, wie Wolfgang F. Berger atemlos aus westlichen Metropolen dichterberichtet. Es folgt der blinde Hund mit einer Einführung in Peter Singers "Prinzip der gleichen Interessensabwägung" und die daraus abgeleitete Tierethik. Jürgen Nielsen-Sikora nimmt sich mit Star Wars des machtphilosophischen Walser-Ausspruchs an, es sei leichter, gigantisch als gut zu sein. Georg Frost überlegt, was jenseits des Menschen in der Nahrungskette folgen könnte und entwirft eine anthropophage Spezies. In seinem Kurz & Klein Spezial stellt Michael Helming sechs Standardwerke zum Jenseits in unter 800 Zeichen vor. Marc Hieronimus versammelt einen ganzen Batzen Gedanken zum Verhältnis zwischen Mensch und Maschine(n). Bei Johannes Witek brechen die Tage des Grases aus, die weniger bekifft und sehr anthropologisch die Schöpfungsgeschichte zurückspulen. In einem antiquarischen Buch stößt Stefan Rode auf Notizen, die ihn auf die Spur des Psychiaters Konrad Zucker und dessen Engagement in der NS-Medizin führen. Marc Hieronimus hat die Einträge "Mensch" und "Monster" aus der "Morpho-etymologische Enzyklopädie der deutschen Alltagsprache" kopiert und aus dem IPuP wird der Schriftverkehr des SFB Thingism / KI über denkende Dinge bzw. das Denken der Dinge abgedruckt. Wolfgang Schröder erklärt hernach, wie Ulrich Horstmann mittels seines "unverwandten Blicks" zu einem Denken jenseits des Menschen gelangt, und Bdolf schießt vier Schnapsdrosseln zum Mond. Mit der größten Bratwurst der Welt wird das Thema beschlossen: Diesmal geben sechs Autoren ihren Senf dazu ab, was alles so rein gar nix mit Menschen zu tun hat.

Im hinteren Heftteil wird das Feuilleton des Sommers 2012 zusammengefasst. In der Warenumschau werden drei neue Preziosen des Kapitalismus vorgestellt, daneben sind frische Apercus Pro Domo et Mundo versammelt. Kurz & Klein bespricht wieder eine Reihe von Alt- und Neuerscheinungen kürzestmöglich. Zum Schluss eröffnet Michael Helming die Debatte um den Roman als obsolete und überschätzte Textgattung und auf der Heftrückseite wird fleißig Werbung gemacht für den Band "Die erste Dekade", der das Beste aus den Lichtwolf-Jahrgängen 2002 bis 2012 versammelt.
Als „Zeitschrift trotz Philosophie“ packt der Lichtwolf das Gute, Schöne und Wahre in einen Mixer und serviert das ganze vierteljährlich mit Schirmchen und einem Schuss Rum. Der Name „Lichtwolf“ ist zusammengesetzt aus dem Heideggerschen Begriff für das Ereignis der Wahrheit („Lichtung“) und dem Tier, das weiß, wo es langgeht: dem Leitwolf. Die kultivierte Flegelei im Lichtwolf qualifiziert ihn für den, der es nötig hat und eine solche besitzt, als Inventar der Schublade „Studenten- und/oder Untergrundzeitschriften“.

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